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Die " AMERICAN STAR "

Das traurige Ende eines stolzen Schiffes

 

Ihre Schönheit stach jedem, der sie erblickte, wohltuend in die Augen, und für die Bremerhavener bedeutete ihr erster Besuch im Jahre 1951 einen Lichtblick, der auf bessere Zukunft hoffen ließ: Seitdem die AMERICA der United States Lines regelmäßig die Columbuskaje anlief, war ein deutscher Hafen nach zwölfjähriger kriegsbedingter Unterbrechung endlich wieder in den Nordatlantikdienst der Passagierschifffahrt einbezogen.

Umso trauriger das tragische Ende des eleganten Oceanliners:
Die AMERICA, die später manch anderen Namen trug, strandete 1994 auf dem Weg zu einer Reparaturwerft in Thailand und zerbrach vor der Westküste von Fuerteventura in zwei Teile.

Das Unglück geschah quasi vor der Haustür von Klaus Berends. Der gebürtige Papenburger, der ursprünglich einmal bei der Sürken-Werft den Beruf des Technischen Zeichners gelernt hatte und noch während seines Studiums an der Hochschule für Kunst und Musik in Bremen 1984 den Bremer Förderpreis erhielt, lebt und arbeitet in Tarajalejo auf Fuerteventura. Das Wrack zog und zieht ihn immer noch magisch an.

Als er das erste Mal zum Wrack schwamm, war alles Nützliche an Ausstattung schon geraubt worden. Berends sammelte das auf den ersten Blick Unnütze und verarbeitete es zu Bildern und Objekten. Seine künstlerische Spurensuche zur AMERICA zeigte er bereits 1996 in Santa Cruz auf Teneriffa. Die Ausstellung wurde in immer wieder veränderter Form in allen Hafenstädten gezeigt, die der Ozeanriese während seiner Fahrenszeit anlief, von Bremerhaven über Southampton bis zu Häfen in Neuseeland und Australien, die zum Liniendienst des Schiffes in den 60er Jahren hinzukamen. Das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) machte vom 9. Mai bis Mitte Juli 1998 den Anfang.

Die Geschichte des Schiffes wurde erzählt, vom Stapellauf am 31. August 1939 in Newport News, USA, bis zur Strandung am 18. Januar 1994 auf einer Sandbank vor Fuerteventura. Schon der Start hatte unter keinem günstigen Stern gestanden. Weil in Europa der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, konnte die AMERICA zunächst nicht im Nordatlantikdienst eingesetzt werden. Statt dessen unternahm sie Kreuzfahrten zu den Westindischen Inseln. 1941 rüstete die US Navy das Schiff in einen Truppentransporter um. Fünf Jahre versah sie unter dem Namen WESTPOINT Kriegsdienst. Erst 1946 wurde sie wieder zum Passagierschiff.

Seit 1964 fuhr das Schiff als AUSTRALIS für die Chandris Lines, nun nicht mehr als Dampfer der 1., 2. und der Touristenklasse, sondern als Einklassenschiff, mit über 2000 Passagieren. Nach einer kurzen Zwischenphase als Mittelmeerkreuzschiff ITALIS wurde sie 1980 in Piräus aufgelegt und fristete als NOGA das unverdiente Dasein eines Hotelschiffes. Ein neuer panamesischer Eigner wollte die einstige "Schöne der Meere" 1993 unter dem Namen AMERICAN STAR wieder in Fahrt bringen. Das Vorhaben scheiterte am Orkan.

Soweit die Geschichte der AMERICA. Deren Dokumentation mit Fotos aus dem Bestand des Archivs des Deutschen Schifffahrtsmuseums konnte Klaus Berends mit Bauplänen und Blaupausen z.B. von der Warmwasserversorgung des Schiffs in den 40er Jahren, die er im Wrack entdeckte, ergänzen.

Die eigentliche Ausstellung galt der sinnlichen Seite der AMERICA. Im Grundriss eines Teils des Schiffsdecks, den er auf den Boden im Sonderausstellungsraum klebte, ließ er seine Objekte auf poetische Weise sprechen: eine Auswahl der Krankenakten von Passagieren und Besatzungsmitgliedern aus dem Hospital des Wracks lassen Menschenschicksale aufleuchten. Objekte aus rostendem Metall, ein schwimmender Scheinwerfer oder auch Eierschalen in immer gleichen Objektkästen, Schiffsmodelle, die wie aus grauer Vorzeit zu stammen scheinen, Schiffsgrundrisse, Reparatur- und Wartungsanweisungen für Maschinen, die keiner mehr braucht, alte Plakate und unbenutzte Postkarten - sie alle sind Spuren von Menschen, die auf dem Schiff arbeiteten, reisten und manchmal auch starben. Sie alle sind Zeichen von Vergänglichkeit und vom Scheitern moderner Technik vor der Gewalt der Natur. (aus einer Pressemitteilung des Deutschen Schifffahrtsmuseums)

So finden Sie das Original:

Auf der Landstraße zwischen La Pared und Ajúy (Puerto de la Peña) gibt es sowohl bei km 8 als auch bei km 5 abzweigende Schotterpisten, die zum Wrack führen. Am Beginn der Abzweigungen steht jeweils ein Verbotsschild (Tauchen mit Harpune verboten). Eine weitere Abzweigung gibt es bei km 3 (allerdings ohne irgendwelche Schilder oder sonstige Wegmarkierungen). Geländewagen wird empfohlen und unbedingt darauf achten, dass man nicht ins angrenzende militärische Sperrgebiet (beschildert) gerät!

Achtung! Das Schwimmen an diesem Teil der Westküste ist absolut lebensgefährlich!!!

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