Aktuelle Fuerteventura Nachrichten 14. Woche 2005

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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 12.04.2005)

 

Binter macht das Fliegen leichter!

Die Fluglinie Binter Airlines, operierend auf dem kanarischen Archipel, hat die große Schere an die interinsularen Flüge angesetzt.

Wie seit mehreren Tagen in lokalen (spanischen) Fernsehsendern angekündigt, ist es nun auch im Internet nachzulesen: Flüge zwischen allen Inseln auf den Kanaren für 15,00 € pro einfache Strecke. Dazu kommen noch die Flughafengebühren.

Nachdem in vorangegangenen Promotion-Aktionen stets nur die Verbindungen der beiden Mutterinseln Gran Canaria und Teneriffa und eventuell Lanzarote einbezogen wurden, hatte dies viel Unmut unter den Inselbewohnern der restlichen Kanaren ausgelöst. Binter möchte sich wahrscheinlich mit dieser Aktion entschuldigen — oder hat die aufstrebende Konkurrenz 'Island Airways' zu viele Fluggäste weggezogen?

Auch die neuen und schnelleren Fährverbindungen mischen bei der Preisgestaltung kräftig mit. Gewinner ist in jedem Fall der Inselbewohner: schnell mal morgens nach Gran Canaria und abends zurück für 30,00 € — das hat's schon lange nicht mehr gegeben.

Die Promotion ist allerdings zeitlich begrenzt. Am 30. Juni endet vorerst der Luxus. Also beeilen!

In diesen Genuss kommen alle Residenten der Kanarischen Inseln. Für die deutschen Ansässigen heißt das, im Besitz des Residentenausweises zu sein, den Sie bei der Ausländerpolizei in Puerto del Rosario beantragen müssen. Eine einfache Meldebestätigung bei der Gemeindeverwaltung reicht in diesem Fall leider nicht aus.
 

Bald neuer Feiertag auf Fuerte

Nachdem einige Diskussionen in der Lokalregierung dann doch zu einem einstimmigen Beschluss geführt haben, liegt der kanarischen Regierung nun ein Antrag auf Genehmigung eines neuen Feiertages vor. Der 16. September soll demnach als lokaler Feiertag in den Kalender aufgenommen werden.

Der 16. September ist der Tag der 'Nuestra Señora de la Peña', der Schutzheiligen Fuerteventuras, proklamiert erstmals im 19. Jahrhundert.

Als insulares Kulturgut ist inzwischen die 'Romería' (Wallfahrt) aus Anlass dieses Feiertages zu Ehren der 'Virgen de la Peña' anerkannt worden, welche stets am dritten September-Samstag stattfindet.

Und auch die Kirche in Pájara (Foto), die 'Ermita de Nuestra Señora de Regla' (Schutzheilige vom Gemeindekreis Pájara) steht auf der Liste für eine Klassifizierung als nationales Kulturgut. Der kanarische Staatsanzeiger BOC (Boletín Oficial de Canarias) hat dies Mitte Februar veröffentlicht.


Die Polizei stockt Personal auf

Das Innenministerium hat Mitte April Verstärkung nach Fuerteventura geschickt. Fünfzehn neue Beamte — frisch aus der Ausbildung kommend — werden ihre ersten Freigehversuche auf Fuerte unternehmen.

Nach wiederholten Beschwerden aus der Bevölkerung, der Inselregierung und dem Kreis der Dienst ausübenden Beamten selbst über die andauernde Unterbesetzung hat das spanische Innenministerium nun reagiert. Aufgrund der schnell gestiegenen Bevölkerungs- und Besucherzahl war man mit den aktuellen Zahlen im weit entfernten Madrid nicht vertraut und musste sich erst mal auf den neuesten Stand bringen — was so etwa vier bis fünf Jahre gedauert hat....

Demgegenüber allerdings haben gut zwanzig Beamte ihre Versetzung in ihre Heimatgegenden — sprich: spanisches Festland — beantragt. Bleibt nun abzuwarten, ob die Verstärkung wirklich als solche angekommen ist, oder ob es nur die Ablösung sein soll....
 

Sind die Tage der RIU-Hotels in den Dünen vor Corralejo gezählt?

Ernst scheint es für den Abriss der beiden RIU-Hotels "Tres Islas" und "Oliva Beach" in den Dünen vor Corralejo zu werden.

Die beiden höchsten politischen Vertreter Fuerteventuras in diesem Metier — der Präsident der Inselregierung, Mario Cabrera, und die Bürgermeisterin des betroffenen Gemeindekreises, Claudina Morales, trafen sich in Madrid zu einem ersten Vorgespräch mit hohen Vertretern der Dirección General de Costas (Küstenverwaltung) und Repräsentanten der Hotelbetreibergesellschaft über die Verlegung der vor dreißig Jahren in die Dünenlandschaft gebauten Hotels, die heute von der Hotelkette RIU betrieben werden.

Geplant ist, die beiden Hotelbauten aus der inzwischen unter Naturschutz stehenden Dünenlandschaft zu entfernen. Eine neue Lage für den Wiederaufbau der beiden Hotels im nördlichen Fuerteventura soll gemeinsam mit Vertretern der RIU-Kette gesucht und gefunden werden, da man die Präsenz der namhaften Hotelkette im Norden nicht missen möchte. Allerdings wird man auf eine dermaßen spektakuläre Lage wohl in Zukunft versichten müssen.

Ins Rollen und ins Licht der Aufmerksamkeit hatte RIU selbst den ganzen Fall gebracht: bei einer angezettelten Demonstration vor dem Bürgermeisteramt gegen die Entscheidung der Gemeinde, eine Vergrößerung der Hotelanlage aufgrund fehlender, vom RIU-Direktorium vorzulegender Architektenpläne abzulehnen, beschimpfte man die Gemeindevertreter in übelster Art. (Wir berichteten in der ersten Ausgabe 2004 des Fuerte Fan Magazins)

Die Antwort ließ nur ein Jahr auf sich warten...!
 

 

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