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Puerto del Rosario bekommt ein
neues Gesicht...
..und zwar von der
Meerseite her: die Umgestaltung des Hafens, der Mole und des 'Paseo
marítimo', des Spazierwegs am Meer und der Hafenstraße.
Nach einem vor einem
Jahr ausgeschriebenen Architektenwettbewerb, an dem sich zahlreiche
national und international anerkannte Größen beteiligten, sind die
Modellentwürfe die Grundlage einer Ausstellung in Puerto del Rosario.
Die zehn Modelle können noch bis zum 13. Mai im Zentrum betrachtet
werden, genauer im Gebäude des Gemeinderats ('Consistorio') an der Ecke
'Primero de Mayo' und 'León de Castillo.
Der Bürgermeister
unserer Hauptstadt will so den Bürgerwillen in die endgültige
Entscheidung mit einbeziehen, wie er sich bei der Eröffnung der
Ausstellung am 23. April gegenüber der Presse äußerte.
Große Chancen sind den einheimischen Architekten Jorge Arribas und
Francisco Javier Cabrera eingeräumt worden, da jene die Bedürfnisse und
die Bürgerwünsche wohl am besten kennen.
Binter nabelt sich vom großen
Bruder IBERIA ab
Ein auslaufender Vertrag und ein nicht
überzeugendes Angebot zwischen den beiden Fluglinien Binter Canarias und
Iberia Airlines hat die auf den Kanaren operierende Binter-Flug-Company
veranlasst, eine eigene Handling-Abteilung zu gründen.
Die Bodenversorgung (das 'handling') der
Flugzeuge — Betanken, Warten, Gepäck und weitere Serviceleistungen —
wurde bisher mit Personal der 'Iberia-Handling' durchgeführt und musste
von der heimischen Inselfluglinie teuer bezahlt werden. Mit dem
Auslaufen des Vertrages zum 25. Juli — Iberia konnte/wollte Binter kein
annehmbares Angebot vorlegen — wird man dies nun unter eigener Regie
betreiben. In den Tageszeitungen werden bereits Stellenangebote für
Techniker, Verwaltungspersonal und viele weitere Arbeitsplätze, die auf
allen kanarischen Inseln zu besetzen sind, veröffentlicht.
Auf den Plan riefen sich auch die
Gewerkschaften, die mit dem 'Abnabeln' der Kanaren-Flieger und der
vertraglichen Bindung eigener und von Iberia übernommener Arbeiter die
Rechte jener schon im Vorfeld geklärt wissen wollen. Laut den Statuten
der Manteltarifverträge müssen die von Iberia übernommenen Arbeitskräfte
zu gleichen (oder besseren) Konditionen weiterbeschäftigt werden. Um
dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, wird eventuell an den Tagen 29.
April und 04. Mai ein Generalstreik veranstaltet. Schon mal
vorausschauen: Sollten Sie können, vermeiden Sie am besten an diesen
Tagen, zwischen den Inseln zu fliegen, da die angekündigten Streiks in
ein totales Chaos ausarten könnten.
12 Punkte für Autofahrer
Wie
schon vor einigen Wochen kurz angerissen und um all jene, vor allem hier
residierende Autofahrer aufzuklären, die von einem auf Gran Canaria
ausstrahlenden, deutschsprachigen Radiosender verunsichert worden sind,
hier einmal in Klartext:
Das neue Punktesystem
ist noch nicht vom Senat abgesegnet worden, soll nach dem
Parlamentswillen allerdings noch vor der (parlamentarischen) Sommerpause
auf den Weg gebracht werden.
Punkte: Jeder
Autofahrer erhält ein Guthaben von 12 Punkten. Führerscheinneulinge bis
ein Jahr lediglich 8 Punkte (für 'Alkohol am Steuer' oder 'überhöhte
Geschwindigkeit', etc. für jene 2 Jahre 'Probezeit')!
Für Verkehrsvergehen
werden Punkte abgezogen. Bei z.B. 'Alkohol am Steuer' oder auch
bei exzessiver Geschwindigkeit sind die zwölf Punkte auf einmal fällig.
Dazu kommt eine
Sperre zum Wiedererlangen des Führerscheins von einem halben Jahr, 3
Monate für Berufskraftfahrer. Bei Wiederholungstätern innerhalb von drei
Jahren verdoppelt sich die Wartezeit.
Aber auch
Guthabenpunkte können angesammelt werden. Für 'gute' Autofahrer — oder
auch für diejenige, die durch Glück nicht erwischt werden! — können in
den ersten zwei Jahren zwei
'GUT'-Punkte und in den drei Folgejahres ein weiterer Punkt, usw.
angesammelt werden, bis zu einem Maximum von 15 Punkten.
Nach der offiziellen
Approbierung durch das Parlament und das Inkrafttreten des Gesetzes
werden wir Sie an dieser Stelle und auch im Fuerte-Fan-Magazin genauer
in Kenntnis setzen.
Illegale Immigranten: Viele
Hoffnungen platzen wie Seifenblase
Die
illegale Immigration auf dem Archipel und vor allem auf Fuerteventura
hat für viel Aufsehen — und nicht nur auf unserer Insel — gesorgt. Die
'Flucht in den Goldenen Westen'. Wer kennt jenes Thema wohl besser als
die deutsche Bevölkerung? (Einen ausführlicher
Bericht darüber können Sie in der aktuellen Ausgabe des
Fuerte-Fan-Magazins nachlesen.)
Nachdem die
Immigrantenzahlen in Spanien überhand genommen haben, Spanien diese
illegalen Arbeitskräfte andererseits dringend benötigt, um die Sozial-
und Haushaltskassen aufzufüllen, wurde kurzerhand und übereilt ein
Regulierungsgesetz auf den Weg gebracht, das eigentlich keiner so
richtig versteht. Der Tenor: die Schwarzarbeit lässt keinen Deut in die
gebeutelten Staats- und Sozialkassen fließen, also lassen wir den
Immigranten die Papiere zukommen. Nicht dazu gesagt wurde: nur für eine
begrenzte Zeit, und danach schicken wir sie wieder nach Hause!
Die Mithilfe der
Arbeitgeber wurde gefordert, und zwar jener Arbeitgeber, die bislang
Immigranten illegal beschäftigten und dafür nach eigenem Gutdünken
entlohnten. Die Reaktion der Arbeitgeber: alle Immigranten auf die
Straße!
Lediglich 30
Arbeitgeber haben sich beim Ausländeramt für das neue Gesetz
interessiert, bei über 1.000 eingegangenen Anträgen von Immigranten
(2004), Zahl steigend.
Keine Arbeit, keine
Papiere. Alle Türen bleiben verschlossen.
Allerdings gibt es
für einige doch eine Hoffnung: Die einheimischen Bevölkerung. Ich selbst
kenne auf Fuerteventura etliche Unternehmen mit einheimischen Chefs, die
sich persönlich kümmern. Die Majoreros sind sich eher der Bedürfnisse
und des Leids der Immigranten bewusst, als die vom Festland zugereisten
Direktoren und Unternehmer.
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