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Die Inselverwaltung verlangt
die sofortige Öffnung der 'Bolsa de Vivienda Joven'
Aus
dem Ministerium für Erziehung und Jugendarbeit der Inselverwaltung von
Fuerteventura wird die längst anstehende Öffnung der Informationsstelle
für günstige Vermietungen auf Fuerteventura gefordert.
Der Verzug der
Eröffnung des seit einem Jahr anstehenden Projekts ist für den
verantwortlichen Minister Alejandro Jorge nicht mehr zu tolerieren. Seit
einem Jahr stehen die Räumlichkeiten und notwendige Installationen, wie
Einrichtung und Computer-Hardware zur Verfügung, selbst Personal ist
bereits unter Vertrag. Laut dessen Aussage hat die kanarische Regierung
lediglich einige Fragebögen zum Ausfüllen zugeschickt und eine
Personalauswahl für Ende 2004 angekündigt. Dabei ist es geblieben - auf
Fuerteventura, denn auf den anderen Inseln funktioniert der Betrieb
dieser Serviceleistung bereits seit geraumer Zeit.
Die 'Bolsa de
Vivienda Joven' richtet sich an erster Linie an Personen zwischen 18 und
35 Jahren, die eine günstige und annehmbare Mietgelegenheit suchen. Mit
der zunehmenden Bevölkerungsdichte auf Fuerteventura sind die
Wohnungsmieten, vor allem in den touristischen Ballungsgebieten
Corralejo, Costa Caleta, Costa Calma, Morro Jable, u.a., fast nicht mehr
bezahlbar und für Einzelverdiener schon lange nicht mehr denkbar.
Unterste Mieten für 30 qm beginnen bei etwa 400 EUR, nach oben keine
Grenze.
Nach Ansicht des
Ministers kein Aushängeschild, um weiterhin Arbeitskräfte nach
Fuerteventura zu locken, und viele Arbeitgeber - allen voran die Hotels
- können keine zusätzlichen Unterkünfte für weitere Arbeitskräfte mehr
zur Verfügung stellen, da alle bereits belegt sind, was die Forderung
nach der Öffnung dieses Amtes bekräftigt.
Jagdzeit für Niederwild
Die insulare Institution zur
Überwachung der Jagd auf Niederwild, Geflügel und Fischerei "Consejo
Insular de Caza" hat grünes Licht für die anstehenden Jagdzeiten für
2005 gegeben.
Demnach beginnt die erste Phase am 14.
August mit der Jagd mit Jagdhund und Frettchen, und ab dem 28. August
bis 6. November zudem mit Jagdgewehr. Erlaubt ist die Jagd lediglich
sonntags, mit Ausnahme vom Mittwoch, dem 12. Oktober.
Als Jagdwild sind nur gestattet: das
maurische Rebhuhn, der Wildhase, die wilde Taube, die gemeine
Turteltaube, das maurische Erdhörnchen, die gemeine Wachtel und
wildlebende sonstige Tiere, die extra aufgelistet sind.
Limitiert ist die Jagd auf bestimmte
Mengen pro Jagdtag, pro Jäger: 4 Rebhühner, 5 Hasen, 10 Tauben, 2
Turteltauben, 2 Wachteln; kein Limit gibt es für Erdhörnchen und
sonstige wildlebende Tiere.
Jäger in Gruppen von 2 bis 5 Personen, die mit zwei Lizenzen jagen, ist
als Limit festgesetzt worden: die Summe von 15 Stück Hasen oder
Rebhühnern, wobei keine Spezies die Anzahl von 8 überschreiten darf, 20
Tauben, 6 Wachteln und eine unbegrenzte Anzahl von Erdhörnchen. Pro
Jäger sind lediglich 4 Jagdhunde erlaubt, pro Gruppe bis zu 10.
Verboten ist die Jagd in allen
Naturschutzgebieten und im Gebiet 'Madre del Agua'.
Genauere Information und Lizenzen bei den jeweiligen Gemeindeämtern oder
beim Amt für Fischerei und Jagd in Puerto del Rosario.
Camping im
Gemeindekreis La Oliva
Seit
dem 1. Juni ist die Einschreibung zum Erhalt einer Campingerlaubnis
eröffnet. Die Campingplätze sind, wie in der Vorjahren demonstriert,
sehr schnell belegt. Es bedarf einiger Eile.
Die Campingzeit im
Gemeindekreis La Oliva begann am 27. Mai und endet mit dem 30. September
auf den ausgewiesenen Campingplätzen.
Anträge bitte
schriftlich an die Gemeinde La Oliva. Information unter Telefon 928 861
904.
Für das Campen in
anderen Gemeinden wenden Sie sich bitte direkt an die betreffenden
Gemeindeverwaltungen. Die entsprechenden Telefonnummern können Sie
dieser Seite
entnehmen.
Supersol, Hipersol, Hiperdino,
Netto, Cashdiplo — alles DINOSOL
Weit verschachtelt, aber alles eine Firma: Ahold Supermercados,
allerdings jetzt mit neuem Namen: Dinosol.
In den Kauf
zwischengeschaltet war ein britannischer Risikokapitalgeber namens 'Permira',
der die kanarischen Supermärkte unter diesen Logos von der holländischen
Kette Ahold mit Approbation durch die europäische Kommission im Dezember
vergangenen Jahres abkaufte.
Der aktuelle
Marktwert der 'neuen' Supermarkt-Kette wird auf 685 Millionen Euros
geschätzt. Dazu gehören weitere verwinkelte Firmen, wie z.B. 'Redevco',
eine Immobilienfirma, die alle Grundstücke inklusive der Gebäude
'verwaltet'. 'Verwaltet' in Gänsefüßchen, da die Immobilienwerte wohl an
jene Firma verkauft, aber eigentlich lediglich aus den Geschäftspapieren
ausgelagert wurden, da sie im Nachhinein wieder langfristig angemietet
werden.
Große Präsenz zeigen
die Supermärkte in den Provinzen Andalusien, Madrid, Katalonien und auf
den Kanaren. Auch auf Fuerte kommt man eigentlich fast nicht an ihnen
vorbei - Corralejo, Costa Caleta, Costa Calma, Morro Jable, Puerto del
Rosario...
Nachgelassen hat
allerdings seit der 'Wende' das Sortiment, wie uns viele befragte
deutsche Kunden
(so gut wie alle hier Ansässigen) bestätigen, vor allem der "Hiperdino“
in der Inselhauptstadt. Hatte man vorher ein relativ gut sortiertes
Warenangebot, wurde dies gestrafft und viele Produkte, die man vorher
dort kaufen konnte, wurden aus dem Programm genommen. Guter Nebeneffekt:
Gezielte Sonder-angebote, die durchaus einen Einkauf gerechtfertigen.
Und um uns nicht
einseitige Werbung unterstellen zu können:
Auch der größte Mitbewerber auf dem Supermarkt-Sektor auf Fuerteventura
ist nicht ohne: Padilla Eurospar Supermercados - ¡todo encaja! (Alles
passt zusammen!), wie der Slogan durchs Radio hallt. Padilla ist
besonders beliebt bei Urlaubern, da diese Supermärkte ihr Sortiment
internationaler aufgestellt haben als die Konkurrenz.
Und da gibt's dann
noch HiperFuer, Supermercados Fidelia, SuperFuer, Frucar, Inpescasa
Supermercados, Supermercados Rita, ... und alle Nicht-Genannten.
Die 501 ist
Eigentum von Levi's
Wir
wissen nicht, ob die Richter vom Obersten Gerichtshof der Kanaren in
ihrer Freizeit in Jeans laufen, aber ganz sicher ist, dass man über ganz
gewisse Nummern auf ganz bestimmter Kleidung bestens informiert ist.
Und natürlich auch
über die entsprechenden Paragraphen, die das gesetzlich geschützte
Markenzeichen seinem Eigentümer die Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit
versichern. Zur teueren Kenntnis nehmen musste dies ein
Jeans-Konfektionär, der seinem Modell den Nachnamen '501 verpasst hatte.
Genauer gesagt ging
es um die Firma Dayme '501, SL, die gegen eine Verfügung des spanischen
Markenzeichen-Überwachungsamts "Oficina Española de Patentes y Marcas"
geklagt hatte. Der Gebrauch der Nummer 501 auf deren Kleidung und den
Etiketten ist zu sehr verwechselbar mit dem geschützten Markenzeichen
des populären Jeansherstellers Levi's. Und um eventuelle Klagen gegen
die rechtmäßige Verwendung jener Nummer durch die Firma Levi's wegen
eventueller sich überschneidender Daten gleich vorzubeugen, fügte man
noch hinzu, jene Nummer sei bereits seit 150 Jahren durch diese
Jeansmarke gekennzeichnet.
Wegen "Nutzung der
Nummer mit niederträchtiger Absicht" und wegen der Absicht, "die
Berühmtheit der US-Marke zu seinem Vorteil zu nutzen" wurde die Klage zu
Gunsten der Levi's entschieden, aber auch der Fabrikant Dayme (jetzt
ohne '501), SL ging nicht leer aus: die Kosten des Verfahrens wurden ihm
auferlegt.
Eine Frage der
Richter blieb ohne Antwort im Raum stehen: Warum hat der Neufabrikant
nicht beispielsweise die Nummer 785 statt der 501 auf seine Etiketten
geschrieben...?
Wer war am
Strand?
Eine Presse-Notiz des Abgeordneten der kanarischen Regierung für
Tourismus, José Juan Herrera, legte neue Zahlen über den Urlaubsmodus
des 'All inclusive' vor.
Laut seiner Aussage
repräsentieren die derzeit angebotenen 43.400 All-Inclusive-Betten
lediglich 5% des Gesamtangebots auf dem kanarischen Archipel, aufgeteilt
auf 115 Ferien-, Appartement-, Hotel- und sonstige Anlagen.
Befragt nach
Nationalitäten kommen die meisten Nachfragen aus deutschen Landen, dicht
gefolgt von Besuchern aus Österreich. Belgier und Italiener teilen sich
den dritten Platz. In Zahlen ausgedrückt heißt das: jeder vierte
deutsche Urlaubsgast auf den Kanaren wählte 'All inclusive', ebenso die
Gäste aus dem deutschsprachigen Nachbarland Österreich. Aus Italien und
Belgien reist jeder fünfte Urlauber unter diesem Motto auf die Kanaren.
Zum Vergleich: unter den Spaniern wählt nur jeder zehnte
Kanaren-Besucher das 'todo incluido', wie es in der spanischen Sprache
heißt.
Auf die verschiedenen
Inseln aufgeteilt: 24 Anlagen auf Gran Canaria, 27 auf Teneriffa, 29 auf
Lanzarote und - der Rekord - 45 auf Fuerteventura bieten diesen Modus
ausschließlich oder als Komplementär-Service an.
Konkret heißt das für
unsere Insel Fuerteventura: Fast alle 'All-inclusive'-Angebote
konzentrieren sich
auf den Süden; dort befindet sich der Großteil der größeren
Hotelanlagen. Die schönsten feinsandigen, kilometerlangen Strände
Europas bleiben (natürlich zur Freude der wenigen "Normalurlauber“)
immer menschenleerer, da kaum einer mehr die Hotelanlagen verlässt, um
auch ja keinen Gratis-Drink
oder -Hamburger zu verpassen!
Derweil auch gähnende
Leere in den Bars und Restaurants der umliegenden Ortschaften, die mit
den 'Billig-Produkt-Angeboten' der 3-4-Sterne-Hotels nicht mithalten
können und auf ihrer oft erstklassigen Ware — toll gemixte Cocktails,
raffinierte Variationen mit echtem Ziegenkäse (!), gebratenes Zicklein,
Puchero Canario, etc. — sitzen bleiben.
Und fragt man einen "Fuerte-Urlauber"
dann, ob ihm die Strände, Fuerte oder was auch immer gefallen haben,
kommt die Antwort: „War schon toll — das Hotel. Aber auf den Kanaren
gibt's ja nicht mal kanarische Spezialitäten, nur Hamburger, Würstchen,
Schnitzel, Grill-Hähnchen, ...“
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