| Entsalzungsanlage für Costa Calma geplant.
Der ‘Consejo Insular de Aguas de Fuerteventura’
— das Wasserwirtschaftsamt der Inselregierung — veröffentlichte am 26.
Juni das Gesuch der Firma Costa Calma
S.A. zum Bau und Betrieb einer neuen Meerwasserentsalzungsanlage an der Costa Calma.
Der Antrag wurde, wie in Spanien üblich, im ‘Boletín Oficial de la Provincia de Las Palmas’, dem
offiziellen Anzeigeblatt der Regierung, am Vortag, dem 25. Juni veröffentlicht. Die Entsalzungsanlage
soll vorerst mit einer Kapazität von 110 Kubikmetern betrieben werden.
Wer, aus welchen Gründen auch immer, gegen den Bau eine Beschwerde
einreichen will, hat bis zum 15. Juli 2003 dazu Zeit. Wer an dem Projektvorhaben Interesse hat, kann die Unterlagen dazu im Büro des ‘Consejo Insular de Aguas’, in der
Calle Lucha Canaria 112 in Puerto del Rosario einsehen.
Die beiden neuen
Buslinien
in Puerto del Rosario werden zusammengelegt
Nach noch nicht mal einem Monat seit der Inbetriebnahme der beiden Stadtbuslinien in Puerto del Rosario
(wir
berichteten darüber) hat man deren Zusammenlegung beschlossen.
Zeitmäßig zu eng ist die Fahrt von End- zu Endhaltestelle bemessen worden, und so konnte der Zeitplan während des vergangenen Monats nie eingehalten werden. Die Buspassagiere mussten Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf nehmen, wollten sie die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.
Durch das Streichen einiger ‘sekundärer Haltestellen’ hat man
jetzt außerdem die Strecke gekürzt. Mit den getroffenen Maßnahmen
könne nun ein pünktlicher Service der gelb-blauen Busse garantiert
werden, hieß es aus dem Bürgermeisteramt.
Bald möchte man noch einen dritten Bus auf dieser Linie einsetzen, damit sich die Wartezeiten für die
Fahrgäste auf 15 oder 20 Minuten verkürzen.
Bewährt hat sich der Stadtbusservice der ‘Guaguas Playa de Jandía’, die im Süden der Insel zirkulierenden blau-gelben Stadtbusse. Der Kreis Pájara hatte diesen Service vor etwas mehr als einem Jahr in Betrieb genommen. So werden die Trabantensiedlung Esquinzo-Butihondo mit Morro Jable, und die entlegenen Wohnsiedlungen wie La Pared und La Lajita mit
der Costa Calma verbunden.
Seit der Inbetriebnahme dieser Buslinien, nutzten diesen Service bereits über 600.000 Gäste , sowohl die arbeitende Bevölkerung, als auch Touristen
— die einen für die Fahrt zum Arbeitsplatz, die anderen, um etwas anderes als nur ihr Hotel zu sehen.
An der Costa Calma soll der Stadtbusservice in absehbarer Zeit erweitert werden, um so auch die noch etwas
entfernteren Dörfer wie beispielsweise Tarajalejo mit in den
Streckenplan aufzunehmen.
Größtes Shopping
Center der Insel eröffnet
Seit einer Woche wurde in der (spanischen) Tagespresse die Eröffnung des bislang größten Shopping-Centers auf Fuerteventura angekündigt.
Gestern, am 5. Juli, war es soweit.
Gelegen in Costa Caleta (Caleta de
Fustes), genauer gesagt, gegenüber
dem auch erst vor kurzem in Betrieb genommenen Golfplatz mit seinen Installationen.
Außer etlichen Geschäften mit Mode- und Freizeitbekleidung, findet man noch einen Supermarkt, einen Friseur, ein Informatik-Center, ein Blumen- und Pflanzengeschäft, und viele, viele Restaurants
— sowohl Typ "McDonalds" als auch gehobenere Gastronomie — sowie Pubs, Bars und Cafeterías, und, und, und...
Eine Neuigkeit auf Fuerteventura sind die Eröffnungen eines Bowling-Centers und eines
Kino-Centers. Mit sechs Kinosälen sollen demnächst auch in Fuerteventura Uraufführungen der neuesten Zelluloidstreifen zeitgleich mit dem Rest der Welt anlaufen können. Angeboten werden
sollen Kinofilme nicht nur in Spanisch, sondern auch in den gängigsten Sprachen auf Fuerte, Deutsch und Englisch.
Das am Meer gelegene Gelände bietet nach hinten raus einen
großzügig angelegten Garten mit Seen und endet direkt am Strand.
Schüleraustausch
zwischen Gran Tarajal und Rüdesheim
In der letzten Juniwoche besuchten uns 16 deutsche Schüler aus einer Schule in Rüdesheim.
Die Teilnehmer des Schüleraustauschprogramms wurden eine Woche bei Familien in Gran Tarajal untergebracht. Neben einem Intensivkurs in
Spanisch wurden ihnen auch zahlreiche Ausflüge über die ganze Insel
geboten, sowohl von den Initiatoren des Programms als auch von den Gastfamilien organisiert.
Unter anderem wurden Ausflüge nach Jandía, Betancuria und an die Dünen von
Corralejo unternommen. Wanderungen und Freizeitspaß am Strand rundeten
das Programm ab.
Eine Woche war schnell vorüber. Auf der Rückreise nach Deutschland wurden sie von acht Schülern und zwei Lehrkräften aus dem
Lehrinstitut von Gran Tarajal begleitet, die dann die darauffolgende Woche
der ‘Partnerstadt’ Rüdesheim einen Gegenbesuch abstatteten, Intensivkurs Deutsch inbegriffen!
Für 2004 ist schon eine Wiederholung des
Schüleraustauschs geplant.
Unabhängig davon war zu hören, dass trotz des nur 14-tägigen Kennenlernens
schon engere Freundschaften geschlossen wurden...
Empfindliche Strafe für das ‘Stella Canaris’
Die seit vier Monaten neuen Eigentümer
des Hotelkomplexes ‘Stella Canaris’ in Jandía, die Gruppe ‘Dunas’, ist vom Verwaltungsrat der
Tourismus- behörde mit einer Sanktion in Höhe von 150.253 € belegt
worden.
Der Präsident der Gruppe ‘Dunas’, die diesen Komplex vor vier Monaten vom Voreigentümer, der iranischen Familie Sabet erworben
hatte, legte gegen diese Sanktion Rechtmittel ein.
Laut Ännel Luis Tadeo, dem Präsidenten der Gruppe Dunas, ist man gerade dabei, die betagte Appartementanlage zu renovieren und an die derzeit gültigen
Normen für touristische Unterkünfte dieser Kategorie anzupassen.
Nach Aktennotiz der Generaldirektion für Tourismus
wurde diese hohe Sanktion mit dem Charakter eines ‘sehr gravierenden Vergehens’ verhängt, da die neue Eigentümerin bei der Einschreibung im ‘Hauptregister für Unternehmen auf dem
Tourismussektor’ bei der Angabe der Bettenkapazität 'ein wenig' gemogelt habe. Statt der tatsächlichen 1.075 Appartementeinheiten wurde lediglich die Anzahl von 96 deklariert. Die Inspekteure besagter Behörde wurden bei Durchsicht der Akten
vor allem deshalb stutzig, weil das ‘Stella Canaris’ mit seinen rund 30 Jahren nicht nur die älteste und bekannteste Ferienanlage auf Fuerte ist, sondern zur Zeit
auch (noch) die größte...
Möglicherweise hat der Verantwortliche bei der Gruppe ‘Dunas’ bei der Einschreibung
ins Register lediglich die Einheiten, die keiner Renovierung bedürfen, angegeben...
Raubkopierer in Puerto
del Rosario verhaftet
Das Ende des Monats Juni bedeutete für einen 20jährigen
Spanier auch das Ende seiner Aktivitäten als Raubkopierer.
Die ‘Asociación Española de Distribuidores y Editores de Software de Entretenimiento’, die spanische Vereinigung zur Vertretung von Autorenrechten, gab bei der Guardia Civil den illegalen Verkauf von Filmkopien und Internetspielen zur Anzeige, nachdem man vorher einen
Insider-Tipp erhalten hatte.
Bei der Hausdurchsuchung durch eine Einheit der Justizabteilung der Guardia Civil in einem ‘Ciber-Café’ in Puerto del Rosario wurden,
außer zehn PCs und einem Scanner, auch 83 bereits gebrannte CDs mit Filmkopien und Computerspielen beschlagnahmt. Der Wert der eingezogenen
Gegenstände beläuft sich nach Schätzung eines Steuerbeamten auf etwa 57.400
€.
Der Beschuldigte wurde nach der Anhörung unter Auflagen aus der Haft entlassen. Ihm drohen, nach Formulieren der Anzeige, eine
Verurteilung wegen Verstoßes gegen das intellektuelle und industrielle
Eigentumsrecht, sowie wegen eines Delikts der unerlaubten Vervielfältigung und Steuerhinterziehung...
Die Strafen für derartige Vergehen sind sehr empfindlich, da der spanische Staat
seinen bisher international schlechten Ruf als ‘Paradies der Raubkopierer’
loswerden will. Laut Statistik führt Spanien die europäische Liste der Länder mit den meisten Raubkopierern an, und Raubkopien, sei es Film- oder Musikmaterial oder Computersoftware
laufen hierzulande auf so gut wie jedem Rechner, Firmencomputeranlagen eingeschlossen!
Die neue Regierung in La Oliva versucht sich
bisher mit
wenig Geschick zu profilieren
Der Name des Ex-Bürgermeisters von La
Oliva, Domingo González Arroyo, bleibt wohl noch eine zeitlang in den Schlagzeilen der Tagespresse. Ein 24-jähriges Amtsmandat zum Lenken der Geschicke eines Kreises wie La Oliva hinterlässt zweifellos seine Spuren.
Ob daraus resultierende Entscheidungen und deren Umsetzung in
die Realität gut oder schlecht gehandhabt wurden, sei dahingestellt. Tatsache ist nur, dass sie gemacht worden sind und der neuen lokalen Regierung - wie soll es auch sonst sein - grundsätzlich
sauer aufstoßen.
Das passierte vor wenigen Tagen: Das ‘Centro de Salud’ in Corralejo war ohne Wasser.
Der Grund dafür war, dass das medizinische Zentrum immer noch durch
traditionelle Wasserdepots versorgt wird und die Tanks leer waren.
Grosses Geplärr danach im Stil “Ein Medizinzentrum könne nicht ohne den Anschluss an das öffentliche Wassernetz funktionieren” diskreditierten den Alt-Bürgermeister. Und mit Aussagen wie “Wir werden keines der Probleme , die wir noch entdecken werden....verschleiern...”
fördert man auch nicht unbedingt das Vertrauen der hiesigen Bevölkerung
in die neue Verwaltung.
Sie erwartet mehr als nur das Aufarbeiten der vergangenen 24 Jahre.
Eine dem Wählerauftrag angemessene politische Neuorientierung der neuen
Regierung, eine umgehende Realisierung der vielen Wahlversprechen, das
ist das was man im Gemeindebezirk La Oliva jetzt fordert.
Dass eine behördliche Institution über Wassertanks
versorgt wird, ist auf Fuerteventura, bedingt durch seine Infrastruktur,
nicht unbedingt selten. Dass ein Bürgermeister (und sein Rat!) es für
angemessen hielten, en Privatunternehmen mit der Füllung der Wassertanks zu beauftragen,
war sicher keine kluge Entscheidung. Dies zu ändern, wäre jetzt
Aufgabe der neuen Bürgermeisterin (mit ihrem Rat!). Aber den ehemaligen Bürgermeister dafür verantwortlich zu machen, dass es während ihres Wahlmandats kein Wasser im Medizinzentrum gab, weil irgend jemand (aus ihrem Stab) vergessen hat, die Wasserversorgung sicherzustellen - eine
kleinkarierte politische Energieverschwendung, so tönt es an den
Bartresen des Wahlkreises!
Mit vielen Vorschusslorbeeren angetreten, sollte Señora Claudia Morales sich mehr um die Zukunft ihres Wahlkreises sorgen. Eine 24jährige Amtsperiode prägten besagten
Landstrich beträchtlich. Allerdings kann auch nicht alles schlecht gewesen sein, was im letzten Vierteljahrhundert in La Oliva abgelaufen ist - 24 Jahre sind sechs Wahltermine..!! - Erst einmal nachmachen!
Folgerichtig lässt die Opposition denn
auch an die Adresse der neuen Bürgermeisterin Claudia Morales
spöttisch verlauten: "Wir möchten Sie noch darauf aufmerksam machen, dass es für die nächsten
Jahre nicht nötig ist, Wählerstimmen einzusammeln. Die Wahlen sind vorbei und Sie haben
gewonnen!
Und sollte, aus welchem Grund auch immer, wieder einmal das Wasser irgendwo ausgehen, einfach nachfüllen oder ans öffentliche Wassernetz
anschließen, ohne gleich einen ganzseitigen Artikel darüber in die Tagespresse
zu lancieren...!"
Auslandsüberweisungen
billiger
Seit 1. Juli gilt EU-weit:
Überweisungen von einem EU-Land in ein
anderes werden nur noch mit der Gebühr von Inlandsüberweisungen
belastet. Einheitlich werden dabei 7,50 € berechnet. Dies gilt
für alle Überweisungen bis zu einer Höhe von 12.500 € unter der
Voraussetzung, dass die sog. IBAN-Nummer und die BIC, die internationale
Bankleitzahl des Empfängers, angegeben werden. Wenn die Gebühr vom
Absender übernommen wird, dürfen dem Empfänger keinerlei weitere
Gebühren berechnet werden.
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