"Planeta
Neptuno" — das letzte auf Thunfischfang spezialisierte Boot Fuerteventuras
geht vor Anker
Der ehemalige Eigner erwarb sein Fahrzeug im Jahre
1975; mit einer Kiellänge von 24 Metern und einer Geschwindigkeit von 11
Knoten war es in jener Zeit ein modern ausgestatteter Thunfischfänger.
Auf dem Boot war eine Mannschaft von vierzehn Personen
fast einen ganzen Monat unterwegs, um ihren Lebensunterhalt zu
verdienen.
Die Zeiten änderten sich zu sehr in den letzten fast
dreißig Jahren, die Thunfischfängerei war nicht mehr rentabel, die
Konkurrenz der größeren Schiffe tat ihr Übriges.
Luis Chacón, so der ehemalige Eigner jenes Bootes,
vermachte sein schwimmendes "zweites Zuhause" jetzt dem ‘Cabildo Insular
de Fuerteventura’, genauer gesagt der Unterabteilung ‘Consejalía de la
Red Insular de Centros y Museos’ — dem Ministerium für Kulturzentren und
Museen.
Von dort ist die Umgestaltung des letzten Thunfischers von Fuerteventura
in ein von der Geschichte der Thunfischerei, von ihrer Bedeutung für die
Einwohner Fuerteventuras in vergangenen Zeiten und der Unterwasserwelt
vor Fuerte erzählenden Zeitzeugnisses geplant.
Seinen letzten Anker wird er wohl im Hafen von Puerto
del Rosario werfen, genauer gesagt am Kai in der Nähe der ‘Escuela
Náutica’, der Seefahrt-Schule, wo er dann für ‘immer’ festgezurrt
bleiben wird.
Operation "Seifenblase"?
Ein ganzseitiger Artikel in einer auf den Kanaren
verbreiteten Tageszeitung mit Aufmerksamkeit heischender Titelseite hat
viele Leser wohl über den Inhalt lächeln lassen, während andere sich
freudig die Hände rieben und dem Rest sich wohl die Haare sträubten. Wir
sprechen von der "Operation Seifenblase", wie sie ein verantwortlicher
Dienststellenleiter eines Polizeidistrikts auf Gran Canaria bezeichnete.
In strategisch interessanten Punkten der Stadt werden
demnach Polizeiautos, überwiegend über’s Wochenende ‘geparkt’, um dem
Bürger eine (nicht vorhandene) Sicherheit vorzugaukeln. Zwar wurde in
einer Gegendarstellung des beschuldigten Dienststellenleiters klar
gestellt, dass sich die zu diesen Polizeieinsatzfahrzeugen gehörenden
Beamten normalerweise durchaus in der Nähe ihrer abgestellten Fahrzeuge
befinden würden, aber eben auf Fußpatrouille seien.
“Und was hat dies mit Fuerte zu tun?”, mag sich jetzt
manch einer vielleicht fragen. Dazu folgendes: Auch auf Fuerte ist die
‘Unsichtbarkeit’ der Polizei schon längst aufgefallen. Es wird noch
nicht mal versucht, jene Sicherheit vorzugaukeln, wie es der Polizei auf
Gran Canaria unterstellt wurde.
Auf Fuerte gibt es gut zwei Dutzend Stellen für
Polizeibeamte, die nicht besetzt sind. Nicht, weil kein Geld dafür da
wäre, sondern weil einfach keiner nach — wohin? — Fuerteventura? — wo
ist das überhaupt? — da gibt’s doch garnix’! — weil einfach keiner
freiwillig hierhin will. Unter den versetzungswilligen Beamten hat sich
wohl auch inzwischen die prekäre Lage der Immigrationswelle
herumgesprochen, die hohen Lebenshaltungskosten, die obligatorischen
Überstunden, etc.
Und selbst wenn jene zwei Dutzend Planstellen besetzt
werden würden, Fuerte ist in den letzten Jahren zu schnell gewachsen;
d.h. selbst die Planung der Planstellen ist schon längst überholt.
Eine gute Seite hatte die Veröffentlichung in besagter
Tageszeitung doch:
In den letzten Jahren auf Fuerte hat man noch nie so viele Polizeibeamte
auf den Straßen gesehen wie zur Zeit. Wollen wir nur hoffen, dass man
jenen nicht die Urlaubs- und Freitage dafür gestrichen hat, denn auch
Polizeibeamte sind nur Menschen wie Du und ich...!
Besser bewachte Strände für
dieses Jahr geplant
Im Kreis La Oliva hat man angefangen, sich Gedanken
über eine sinnvolle Nutzung der inzwischen seit zwei oder drei Jahren an
den Stränden stehenden, meist verwaisten Beobachtungstürme gemacht.
Geplant war bei deren Aufstellung auch eine
kommerzielle Nutzung - Kiosk, Eisverkauf, usw., aber inzwischen hat man
umgedacht, wird jene an strategisch bessere Punkte versetzen, und
endlich die Wasserwacht- und Erste-Hilfe-Stationen dort einrichten.
Zusätzlich wurden die Rettungskräfte auch mit neuem, notwendigem
Material ausgestattet, wie zum Beispiel stärkeren Ferngläsern,
Funkgeräten, und selbst ein neues Allradfahrzeug wurde angeschafft. Auch
auf die Aus- und Weiterbildung des Rettungspersonals wird großer Wert
gelegt. Ein Beispiel, das hoffentlich auch in anderen Kommunen auf
Fuerte Schule macht!
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