Quellen auf
Fuerteventura
Die ‘Consejería de Medio Ambiente’ - das
Umwelt-Ministerium von Fuerteventura - hat vor etwa zwei Jahren eine
Zählung der vorhandenen und noch intakten natürlichen Quellen
vorgenommen.
Überraschenderweise kam man auf eine Summe von 370,
von denen sich 20 im Kreis La Oliva, 29 in Antigua, 34 in Tuineje, 70 in
Puerto del Rosario und 101 im Kreis Betancuria befinden. Den Rekord hält
der Süden (Halbinsel Jandía) mit 116 vorgefundenen Quellen.
Danach klassifizierte man die Wasserqualität, die
Umgebung und die Lage der Quellen. Der Leiter des Projekts, José Antonio
Vera Lima, studierter Ethnologe (Völkerkundler), erklärte uns, dass
gerade diese kleinen Quellen auf Fuerte seit dem 17. Jahrhundert bis
heute nichts an ihrer Wichtigkeit für die Natur und die Einwohner
verloren haben, und deren mehr oder weniger ergiebige Wasserausbeute
stets unter dem strengen Auge der jeweiligen ‘Herrscher’ oder ‘Besitzer’
des jeweiligen Grundstücks gefördert und verteilt wurde.
Während der Untersuchung für die Katalogisierung fand
man im direktem Umfeld der Quellen eine große Anzahl an
verschiedenartiger und teilweise einzigartiger Flora und Fauna.
Der Großteil der vorgefundenen Wasservorkommen hat
seinen Ursprung in den höheren Regionen der vielen Berge auf Fuerte.
Geplant ist, einige dieser Quellen zu restaurieren und dem Publikum als
kleine ‘Naturreservate’ oder auch als Naherholungszentren zugänglich zu
machen, da sich von den meisten Stellen aus beeindruckende Aussichten
über die Insel bieten.
Einen Rückschlag erlitt jenes Vorhaben jedoch, als man
schon nach kurzer Zeit der Restaurierung und Umgestaltung zweier jener
Naturquellen im nördlichen Teil der Insel (Tacha Blanca/Antigua und
Tababaire/La Oliva) in kleine Naherholungs-zentren feststellen musste,
dass Vandalen den Sinn und Zweck nicht verstanden hatten und sowohl die
aufwendigen Restaurierungsarbeiten zunichte machten als auch einfach
alles, was ihnen in ihrem Zerstörungswahn in den Weg kam, demolierten.
Nicht davon entmutigen lassen sich jedoch Señor Vera
Lima und seine Mitarbeiter, die es sich zur Aufgabe gemacht haben,
weiterhin zu versuchen, die Natur und das, was davon auf Fuerte noch
(fast) unangetastet geblieben ist, zu erhalten.
Bald doch eine ‘Autovía’
bis zur ‘Punta de Jandía’?
Wie schon in einer Fuerte-Inselkarte einer
Supermarktkette seit etwa zwei Jahren angekündigt, hat die Kommune
Pájara in ihrer letzten Plenumsversammlung im abgelaufenen Jahr
beschlossen, die sich in miserablem Zustand befindende Verbindung von
Morro Jable bis zur äußersten Südwestspitze von Fuerteventura, der
‘Punta de Jandía’, zu asphaltieren.
Wenn auch in einer ersten Phase die Teerdecke nur bis
zum Friedhofsgelände, eine Strecke von etwa fünf Kilometern,
beschlossene Sache ist, so soll in einer zweiten, noch ohne Datum
festgelegten Phase, die Strecke der verbleibenden rund fünfzehn
Kilometern bis zu der kleinen Siedlung mit den vielen Namen (”Morro de
Potala”, “Caserio Puerto de la Cruz de Fuerteventura”, “El Pueblito”
oder auch einfach “Punta de Jandía”) eine dauerhafte Befestigung
(Asphaltierung) erhalten.
Dies wurde seit Jahren immer wieder von der dort
ansässigen Bevölkerung vehement gefordert und von der Verwaltung
regelmäßig versprochen (vor allem vor anstehenden Wahlen; kurioserweise
sind dieses Jahr schon wieder welche...), Bisher erlebte man aber nur,
dass ein- oder zweimal im Jahr eine Straßenbaufirma mit schwerem Gerät
die größten Löcher zuschüttete und den Weg einigermaßen befahrbar
machte.
Für die ersten fünf Kilometer ist eine Ausführungszeit
von neun Monaten angesetzt, der Rest ist auf die’ lange Bank’ von 24
Monaten verschoben worden. Aber ein Anfang ist gemacht!
Jene am Anfang genannte Supermarktkette scheint jenen
Zeiten weit voraus zu sein, da laut der erklärenden Legende der Karte
von Morro Jable bis zur ‘Punta de Jandía’ und auch bis ‘Cofete’ bereits
Schnellstrassen eingezeichnet sind...
Ein abendlicher
Meerspaziergang...
Nach einem üppigen Abendbuffet im Hotel ist oft ein
kleiner Verdauungs-spaziergang angesagt.
Gesagt, getan! Die Promenade in Corralejo lädt dann
auch noch auf eine Einkehr in eine der vielen Cafeterías oder Bars ein,
in Costa Caleta (Caleta de Fustes) können Sie bis zur Siedlung Costa Antigua (Nuevo
Horizonte)
flanieren und auch in Jandía und Morro Jable ist so ein gemütlicher
Abendausklang möglich.
Sollten Sie nach Puerto del Rosario begeben haben,
dort in einem der guten Restaurants ihren Abend verbracht haben, können
Sie seit kurzem auch dort die gesamte Küstenstraße - vom Stadtteil ‘El
Charco’ bis ‘Playa Blanca’ - zu Fuß abschreiten, die Kunstwerke von
Bildhauern betrachten, dem emsigen Treiben am Kai zusehen oder auch nur
dem Wellenrauschen des Atlantiks zuhören. Auch Gran Tarajal und kleinere
Ansiedlungen wie Tarajalejo und Las Playitas laden zu einem abendlichen
Spaziergang ein.
Besucher der Costa Calma müssen sich wohl noch einige
Zeit gedulden müssen, bis sich da endlich mal "jemand" entschieden hat,
den Bau einer Strand-promenade in Angriff zu nehmen....
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