Vorsicht in unbekannten Gewässern
Auch wenn die Ostseite von Fuerteventura die schönsten Strände und die
'seichtesten' Gewässer der Insel aufweisen kann, darf nicht vergessen
werden, dass Sie sich beim Baden in offenem Meer befinden.
Die meiste Zeit des
Jahres, und besonders bei zurückgehender Flut, gibt es schon
wenige Meter vom Strand entfernt gefährliche (Unter-)Strömungen, die Sie
wie Treibholz mitnehmen. Dagegen sind Sie einfach machtlos, auch als
guter und sicherer Schwimmer.
Genau dies mussten vor
wenigen Tagen drei allzu sorglose Wassersportler am eigenen Leib erfahren.
Zwei Schwimmer, die sich zu weit vom Strand der Costa Calma entfernt
hatten, konnten nur aufgrund der Aufmerksamkeit und schnellen Hilfe der
Rettungswacht und dem Einsatz der alarmierten Feuerwehr zurück an den
Strand gebracht werden. Auch eine Kanufahrerin, die sich, wohl ihre
eigenen Kräfte überschätzend, zu weit von den 'stillen' Wassern entfernt
hatte und sich aufgrund dessen in gar nicht so großer Entfernung vom
Strand in arge Bedrängnis gebracht hatte (ablaufende Flut und ablandige
Winde), wurde von den schnell handelnden Wasserwächtern zurück auf festen
Boden gebracht.
Erfolgreiche Ausstellung im Kunstzentrum
'Centro de Arte Juan Ismael'
Die letzte Ausstellung im Kunstzentrum Juan Ismael in Puerto del Rosario
konnte gute Besucherzahlen vorweisen.
Die Ausstellung unter
dem Motto 'Canarias, por una costa viva' wurde von etwa 3.500
Personen während des abgelaufenen Monats besucht. Schulklassen,
Einheimische und Touristen haben sich über verschiedene Themen der
veranstaltenden Gruppen ein Bild machen können.
Der Initiator, die
Universität Las Palmas de Gran Canaria, konnte auf die Unterstützung der
Umweltorganisation Adena, des Umweltministeriums und der Inselverwaltung
zählen.
Zur Zeit, und noch bis
zum 16. Juni, ist im Mehrzwecksaal des Kunstzentrums eine Ausstellung des
bekannten kanarischen Malers Pedro González mit dem Titel 'La Patera' zu
sehen.
Weitere aktuelle Ausstellungen:
In der 'Casa de la
Cultura' , im Kulturzentrum von Puerto del Rosario, sind Gemälde der
Malerin Nadim Calvin noch bis einschließlich 25. Mai zu bewundern.
Noch bis
Ende dieses Monats wird im Café Barrumba in Corralejo, Plaza Félix Estévez,
die Ausstellung der kanarischen Malerin Guayda präsentiert.
Titel: Flora y Sentimientos (Pflanzen und Gefühle).
Das Land-Hotel 'Era de la
Corte' in Antigua beherbergt bis zum 28. Mai die Ausstellung der Künstler
Pau Valverde und Juan David Matoso. Zu sehen sind Keramik- und
Zementarbeiten, sowie Fotografien.
Der verlorene Schlüssel
Ende April wurde ein neuer Kinderspielplatz in der Hauptstadt Puerto del
Rosario mit viel Getöse und Veranstaltung darum herum eingeweiht.
Geschmückt wurde dieser
Spielplatz mit einem Kunstwerk aus Marmor, welches den Kater Garfield, in
einem Sessel sitzend, darstellt; ein Kunstwerk, entstanden auf einem der
Kunstsymposien, welche seit drei Jahren regelmäßig im Herbst in Puerto del
Rosario stattfinden.
Der Spielplatz, am ersten
Kreisverkehr rechter Hand, vom Flughafen her kommend, erhielt den Namen
eines bekannten Politikers auf Fuerteventura, Silvestre de León (gest.
2002), welcher den Spitznamen 'El Gato' - 'Die Katze' hatte.
Doch schon einen Tag
später war der Park, sehr zum Leidwesen der dort hingeeilten Kinder,
wieder geschlossen. Der Kinderspielplatz ist mit einem gut zwei Meter
hohen Drahtzaun umgeben, und der Zugang erfolgt lediglich über ein
abschließbares Tor - für welches man wohl nach der Einweihung den
Schlüssel verlegt hatte... Ein Kinderspielplatz nur unter Aufsicht der
Verwaltung? Oder einfach ein Schildbürgerstreich?
Die Bevölkerung machte
sich inzwischen schon 'Luft' in Leserbriefen an verschiedene Zeitungen und
Anrufen bei der Verwaltung. Man hoffe, den Schlüssel schnell zu finden,
war von dort zu hören...
Neue Kirche in Morro Jable
In
dem ehemaligen Fischerdorf Morro Jable, im Süden Fuerteventuras, wurde im
Februar dieses Jahres die neue Pfarrkirche offiziell eröffnet. Der Bau
hatte sich über mehrere Jahre, bedingt durch einige
konstruktionstechnische Probleme, hingezogen.
Die Kirche ist vis-a-vis
der alten, kleinen Kapelle angesiedelt. Man hat bei ihrer Größe dem
erhöhten Bevölkerungsaufkommen Rechnung getragen und die Fläche
verdreifacht. Die Konstruktion in Form eines Schiffes, ganz nach dem
Spiritus des alten Fischerdorfes, "symbolisiert das Schiff, das die Seelen
aufnimmt und rettet", wie uns der Pfarrer erklärt.
Als Einzigartigkeit auf
Fuerteventura ziert die Kirche ein wiederauferstandener Christus; auch die
Fenstermosaiks sind sehr eindrucksvoll gestaltet, mit Motiven der sieben
Sakramente.
Auch als Besucher auf
Fuerteventura sind Sie bei den Messen herzlich willkommen.
Freizeitzentrum in Corralejo
Wie
bereits vor einiger Zeit berichtet, entsteht in Corralejo ein Freizeitpark
— und zwar nicht nur für die Unterhaltung und Abwechslung der Besucher
während ihres Urlaubs auf Fuerteventura.
Der am Rande des Zentrums
angesiedelte Park soll unter anderen einen Zoo, eine Minigolfanlage, einen
Wasser-Vergnügungspark, sowie kleinere Märkte, Restaurants, Cafés und Pubs
beherbergen.
Die Grundsteinlegung
erfolgte noch zu Zeiten des ehemaligen Bürgermeisters Domingo González
Arroyo vor etwa anderthalb Jahren. Wie inzwischen schon gewohnt, hatte man
in dieser Ära nicht viel für verwaltungstechnische Fragen über und
genehmigte diese Art von Projekten auch schon mal am Rande des Möglichen.
Deswegen gingen die Ausführungen der Bauarbeiten an diesem Projekt bislang
mehr schleppend voran. Noch gibt es einige Unregelmäßigkeiten in Bezug auf
den Zuschlag an die Betreiberfirma zu klären.
Inzwischen kann man schon
von weitem die hoch aufragenden (zukünftigen) Wasserrutschen sehen, und in
etwa lässt ein Blick auf das Gelände die Dimensionen des Projekts erahnen.
Sollte alles mal seine
(verwaltungstechnische) Richtigkeit erlangt haben und die Anlage fertig
sein, ist sie ein wirklicher Zuwachs an das bisher noch recht bescheidene
Freizeitangebot auf Fuerte.
Naturschutzgebiet Ajuy
Die
gesamte Zone um Ajuy - mit seinen vom Meerwasser ausgewaschenen Höhlen -
ist auf dem besten Weg, den Status eines Naturschutzgebietes zu erhalten.
Die Vorkommen von
Fossilien, vor allem von Meeresbewohnern und längst ausgestorbenen Tieren,
hat die kanarische Regierung zu diesem Schritt veranlasst. Auch die
klimatischen Veränderungen über viele Jahrtausende haben in dem
'Naturmonument von Ajuy' deutliche Spuren hinterlassen, die nicht nur
geotechnisch und wissenschaftlich interessant erscheinen.
Die neue Verwaltung in
Pájara hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Zugang zu den inzwischen
bekannten Höhlen für Besucher in einen noch besseren Zustand zu bringen.
Die
Veranstalter der Inselrundfahrten haben schon seit geraumer Zeit den Stopp
in Ajuy in ihr Tagesprogramm aufgenommen. Auch wenn noch viel zu tun ist,
einen Besuch ist das Fischerdorf allemal wert.
Das liebe Wetter...
Die
sonnenverwöhnten Inseln im Atlantik haben diesen Winter einmal kein allzu
gutes Wetter vorweisen können. Von einem Extrem ins andere, so ging es die
letzten Monate.
Waren die Monate Dezember
und Januar sehr durchwachsen, hat es sich inzwischen einigermaßen
stabilisiert. Nach monsunartigen Regenfällen brachten die Scirocco-Winde (calima)
Millionen von Heuschrecken aus dem nahe gelegenen Afrika herüber.
Feuerwehr, Zivilschutz und Hunderte von Helfern gingen mit Besen und
Schaufeln zur Sache, um der Plage Herr zu werden.
Erneute Regenfälle
dämmten den weiteren Zuzug ein. Doch schon wenig später überzog den
Archipel erneut eine riesige Sandwolke mit entsprechenden Temperaturen —
und erneut einer Wolke von Heuschrecken. Diesmal allerdings nicht so
extrem, und relativ schnell war das Problem beseitigt.
Wochenlang Sonne
bescherte uns dann die ersten schlimmen Sonnenbrand-Fälle — Hochsaison für
die 'Centro Médicos'! Zur Abwechslung gab's dann mal wieder etwas Regen,
wolkenverhangenen Himmel und Sonne in etwa gleichen Teilen.
Inzwischen ist wieder
alles im Lot: Sonne ohne Ende und angenehme Temperaturen. Der Jahreszeit
entsprechend nehmen die Winde bis etwa Ende Juli stetig zu. Einen
Vorgeschmack konnten wir schon letzte Woche erleben.
Sollten Sie Ihren Urlaub
in den nächsten Tagen oder Wochen planen, lassen Sie in Ihrem Koffer Platz
für einen wärmenden Pullover oder dergleichen, am Abend nach
Sonnenuntergang kann es immer noch recht frisch werden.
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