“Eheähnliche Lebensgemeinschaft” mit Brief und Siegel
Wie
auch in vielen anderen Ländern (und Provinzen in Spanien) bereits in die
Tat umgesetzt, war auf Fuerteventura die Verwaltung in La Oliva die
erste, die diese moderne Lebensgemeinschaft in ein Register aufnimmt,
und so Paaren, die diesen Status der Ehe vorziehen, gleich welchen
Grundes, der Ehe annähernd gleichsetzt.
Seit Anfang September
ist es im Rathaus in La Oliva möglich, dass sich Lebens-gemeinschaften —
hetero- wie auch homosexuelle — in jenes Register namens 'Parejas de
hecho' (Lebensgemeinschaften) eintragen können.
Die Unterlagen, die
zur Vorlage beim Antrag notwendig sein werden, sind folgende:
• Schriftlicher und
unterschriebener Antrag beider Teile des Paares
• Beglaubigte Fotokopien der (spanischen) Personalausweise, bei
Ausländern: Residencia
oder andere Dokumentation, welche die Identität bestätigt (z.B.
Reisepass)
• 'Fé de vida' (Geburtsurkunde oder ein Zertifikat, das die Identität
sicherstellt; zusätzlich zum
bereits geforderten Ausweis)
• Auszug aus dem Zivilregister, das beweist, dass keiner der beiden
bereits anderweitig
'verliebt, verlobt oder verheiratet' ist
• Erklärung, sich im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten zu
befinden, sowie dass beide
in keinster Weise über Ecken oder Winkel verwandt sind.
Achtung: Alle
Papiere müssen in spanischer Sprache vorgelegt werden, notfalls im
Original mit beglaubigter, spanischer Übersetzung.
In den verschieden
Verwaltungsinstitutionen unserer Insel teilt man Ihnen gerne mit, welche
Papiere Sie sonst eventuell noch beibringen müssen. Einige der
geforderten Unterlagen können Sie direkt dort anfordern. (z.B.: 'Fé de
vida', ein in Deutschland nicht bekanntes Daseins-Zeugnis.)
Von unserer Redaktion
für alle Interessenten alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt. ;-)
EU-Hilfe für den Vogel 'Guirre
Majorero' bereitgestellt
Die
europäische Kommissarin des Umweltministeriums der EU, Margot Wallström,
hat Mitte September die Verwaltung auf Fuerteventura über die
Genehmigung des 'Life'-Projekts über die Spezies des kleinen
Weißkopfgeiers in Kenntnis gesetzt.
Das Projekt, vorerst
auf vier Jahre begrenzt, soll mit einer Gesamtinvestition von annähernd
830.000 € die vom Aussterben bedrohte Art der kleinen Geierfamilie genau
davor retten.
Der Guirre Majorero, lateinischer Name: Neophron pernocteropus
majorensis, ist einzigartig auf unserer Erde und war bis zum Ende des
20. Jahrhunderts auf dem gesamten kanarischen Archipel zu finden;
aufgrund der Besiedlung und der 'modernen' Technologien ist der Bestand
des größten auf den Kanaren lebenden Vogels stark zurückgegangen.
Allein seit dem Jahr 2000 hat man 36 dieser Vögel vorzeitig tot
aufgefunden.
Die Gründe: 24 hatten
sich in Hochspannungsleitungen verfangen, deswegen starben 14 aufgrund
von Stromschlägen, vier durch Kollision mit Fahrzeugen, 11 verfingen
sich an sonstigen Kabeln und Leitungen und 10 Exemplare wurden
vergiftet; erst vor einer Woche fand man den vorerst letzten tödlich
verunglückten Geier in einer Hochspannungsleitung.
Außer der EU, die
sich mit einer Summe in Höhe von 414.968 € beteiligt, wird dieses
Projekt auch von dem Stromgiganten Unelco-Endesa mitfinanziert, sowie
von unserer Inselregierung.
Organisiert und
überwacht wird die Ausführung dieses Projekts von Wissenschaftlern der
Biologie-Station Doñana, welche unter anderem auch die Gründung einer
Gen-Datenbank vorsehen, um die eventuelle Reproduktion in der Zukunft
sicherstellen zu können. Mit dem Aufstellen von Futterkrippen will man
verhindern, dass die Geier an ausgelegte, vergiftete Köder gelangen.
Teuer bezahltes Messing...
Sommerzeit, Urlaubzeit, Hochsaison. Leider auch für Trickbetrüger. Auf
einen neuen Fall möchten wir unseren Leserkreis hinweisen. Nicht ganz
alltäglich, doch sehr schmerzhaft im Geldbeutel für den, der darauf
reingefallen ist.
Seit einiger Zeit
grast eine Bande Rumänen unsere Insel ab, auf der Suche nach Opfern. Die
Polizei nahm jene auch inzwischen fest, musste sie jedoch aus Mangels an
Anzeigen wieder aus der Haft entlassen. Übertölpelt wurden sowohl
Touristen wie auch Einheimische, mit einem 'Super'-Angebot an
Goldschmuck. Die Bande besteht aus drei männlichen und zwei weiblichen
Mitgliedern und sie befinden sich in Begleitung eines Kindes.
Hatte man mit dem
Vortäuschen eine Panne begonnen, weitete sich die Trickliste inzwischen
auf den Verkauf von Schmuck aus hochglanzpoliertem Messing aus, welches
als hochkarätiger und wertvoller Goldschmuck feilgeboten wird.
Die Bande war bereits
in Frankreich und der Schweiz wegen der gleichen Delikte von der Polizei
kassiert worden. Durch ständiges In-Bewegung-bleiben inzwischen schwer
von der Polizei zu lokalisieren, bittet man um Hilfe aus der
Bürgerschaft, da inzwischen mehrere Anzeige wegen Betrugs erstattet
wurden. Sollten Sie auf jene seltsame Typen treffen, lassen Sie sich
nicht über's Ohr hauen!
Die Notrufnummer der
Polizei ist 112.
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