Aktuelle Fuerteventura Nachrichten 40. Woche 2004

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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 27.09.2004)


“Eheähnliche Lebensgemeinschaft” mit Brief und Siegel

Wie auch in vielen anderen Ländern (und Provinzen in Spanien) bereits in die Tat umgesetzt, war auf Fuerteventura die Verwaltung in La Oliva die erste, die diese moderne Lebensgemeinschaft in ein Register aufnimmt, und so Paaren, die diesen Status der Ehe vorziehen, gleich welchen Grundes, der Ehe annähernd gleichsetzt.

Seit Anfang September ist es im Rathaus in La Oliva möglich, dass sich Lebens-gemeinschaften — hetero- wie auch homosexuelle — in jenes Register namens 'Parejas de hecho' (Lebensgemeinschaften) eintragen können.

Die Unterlagen, die zur Vorlage beim Antrag notwendig sein werden, sind folgende: 

• Schriftlicher und unterschriebener Antrag beider Teile des Paares
• Beglaubigte Fotokopien der (spanischen) Personalausweise, bei Ausländern: Residencia
  oder andere Dokumentation, welche die Identität bestätigt (z.B. Reisepass)
• 'Fé de vida' (Geburtsurkunde oder ein Zertifikat, das die Identität sicherstellt; zusätzlich zum
  bereits geforderten Ausweis)
• Auszug aus dem Zivilregister, das beweist, dass keiner der beiden bereits anderweitig
  'verliebt, verlobt oder verheiratet' ist
• Erklärung, sich im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten zu befinden, sowie dass beide
  in keinster Weise über Ecken oder Winkel verwandt sind.

Achtung: Alle Papiere müssen in spanischer Sprache vorgelegt werden, notfalls im Original mit beglaubigter, spanischer Übersetzung.

In den verschieden Verwaltungsinstitutionen unserer Insel teilt man Ihnen gerne mit, welche Papiere Sie sonst eventuell noch beibringen müssen. Einige der geforderten Unterlagen können Sie direkt dort anfordern. (z.B.: 'Fé de vida', ein in Deutschland nicht bekanntes Daseins-Zeugnis.)

Von unserer Redaktion für alle Interessenten alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt. ;-)

 

EU-Hilfe für den Vogel 'Guirre Majorero' bereitgestellt

Die europäische Kommissarin des Umweltministeriums der EU, Margot Wallström, hat Mitte September die Verwaltung auf Fuerteventura über die Genehmigung des 'Life'-Projekts über die Spezies des kleinen Weißkopfgeiers in Kenntnis gesetzt.

Das Projekt, vorerst auf vier Jahre begrenzt, soll mit einer Gesamtinvestition von annähernd 830.000 € die vom Aussterben bedrohte Art der kleinen Geierfamilie genau davor retten.
Der Guirre Majorero, lateinischer Name: Neophron pernocteropus majorensis, ist einzigartig auf unserer Erde und war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts auf dem gesamten kanarischen Archipel zu finden; aufgrund der Besiedlung und der 'modernen' Technologien ist der Bestand des größten auf den Kanaren lebenden Vogels stark zurückgegangen.
Allein seit dem Jahr 2000 hat man 36 dieser Vögel vorzeitig tot aufgefunden.

Die Gründe: 24 hatten sich in Hochspannungsleitungen verfangen, deswegen starben 14 aufgrund von Stromschlägen, vier durch Kollision mit Fahrzeugen, 11 verfingen sich an sonstigen Kabeln und Leitungen und 10 Exemplare wurden vergiftet; erst vor einer Woche fand man den vorerst letzten tödlich verunglückten Geier in einer Hochspannungsleitung.

Außer der EU, die sich mit einer Summe in Höhe von 414.968 € beteiligt, wird dieses Projekt auch von dem Stromgiganten Unelco-Endesa mitfinanziert, sowie von unserer Inselregierung.

Organisiert und überwacht wird die Ausführung dieses Projekts von Wissenschaftlern der Biologie-Station Doñana, welche unter anderem auch die Gründung einer Gen-Datenbank vorsehen, um die eventuelle Reproduktion in der Zukunft sicherstellen zu können. Mit dem Aufstellen von Futterkrippen will man verhindern, dass die Geier an ausgelegte, vergiftete Köder gelangen.
 

 

Teuer bezahltes Messing...

Sommerzeit, Urlaubzeit, Hochsaison. Leider auch für Trickbetrüger. Auf einen neuen Fall möchten wir unseren Leserkreis hinweisen. Nicht ganz alltäglich, doch sehr schmerzhaft im Geldbeutel für den, der darauf reingefallen ist.

Seit einiger Zeit grast eine Bande Rumänen unsere Insel ab, auf der Suche nach Opfern. Die Polizei nahm jene auch inzwischen fest, musste sie jedoch aus Mangels an Anzeigen wieder aus der Haft entlassen. Übertölpelt wurden sowohl Touristen wie auch Einheimische, mit einem 'Super'-Angebot an Goldschmuck. Die Bande besteht aus drei männlichen und zwei weiblichen Mitgliedern und sie befinden sich in Begleitung eines Kindes.

Hatte man mit dem Vortäuschen eine Panne begonnen, weitete sich die Trickliste inzwischen auf den Verkauf von Schmuck aus hochglanzpoliertem Messing aus, welches als hochkarätiger und wertvoller Goldschmuck feilgeboten wird.

Die Bande war bereits in Frankreich und der Schweiz wegen der gleichen Delikte von der Polizei kassiert worden. Durch ständiges In-Bewegung-bleiben inzwischen schwer von der Polizei zu lokalisieren, bittet man um Hilfe aus der Bürgerschaft, da inzwischen mehrere Anzeige wegen Betrugs erstattet wurden. Sollten Sie auf jene seltsame Typen treffen, lassen Sie sich nicht über's Ohr hauen!

Die Notrufnummer der Polizei ist 112.
 



 

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