Konkursantrag für das Hotel 'Costa Real' vom Gericht abgelehnt
Der
vor gut zwei Monaten bei Gericht eingereichte Konkursantrag der
Betreiberfirma
Mijadas S.L., die seit geraumer Zeit das Hotel Costa Real in La Pared
gepachtet hat, ist vom zuständigen Richter abgelehnt worden, wie vor
wenigen Tagen bekannt wurde.
Als Grund gab der
Richter an: Da das Hotel in den Vormonaten eine “mehr als akzeptable
Gäste-Buchung (Anm.d.Red.: annähernd 90% Bettenbelegung) hatte”
sei das Durchführen eines freiwilligen Konkursantrages nicht statthaft,
was heißen soll, dass die Verluste aus offensichtlicher Misswirtschaft
nicht mit Steuergeldern beglichen werden können!
Laut unseren
Nachforschungen und Aussagen verschiedener Lieferanten hat die Firma
Mijadas S.L. seit November 2003 keine der aufgelaufenen Rechnungen mehr
beglichen, was die Firma in die Insolvenz trieb. Was mit den
eingenommenen Geldern aus dem Tourismusbetrieb geschah...???
Viel Vertrauen hatte
der deutsche Eigentümer des Hotels an der Nordwestküste der Halbinsel
Jandía in die Betreiberfirma gesetzt. Die Gesellschaft, so war aus
erster Hand zu hören, habe zwei Gesellschafter als Partner. Der Vater
des einen Gesellschafters, selbst ein Hotelbesitzer auf Mallorca, habe
die Bürgschaft übernommen gehabt, was sicher großen Einfluss auf die
Abweisung des Konkursantrages hatte.
Laut der Gewerkschaft
UGT habe man jetzt den 'schwarzen Peter' dem Eigentümer zugeschoben,
welcher sich nun um die 40-köpfige Belegschaft kümmern muss. Als alle
schon an eine schnelle Lösung unter der Federführung des Eigentümers
geglaubt hatten (in erster Linie ging es um Zahlung der ausstehenden
Gehälter der letzten sechs Monate), musste man feststellen, sich zu früh
gefreut zu haben. Der Eigentümer wollte die ausstehenden Gehälter über
ein — sehr viel niedrigeres — Gegenangebot begleichen, was jedoch von
den Arbeitern und der sie vertretenden UGT abgelehnt wurde.
Da sich die Fronten
erneut verhärtet haben, bleibt man bei der 'Besetzung' des Hotels, wie
einstimmig von den Angestellten beschlossen wurde. Derweil ist man
weiterhin auf freiwillige Leistungen (vor allem Lebensmittel und Wasser)
seitens der Gemeinde- und Inselverwaltung und von Privatpersonen
angewiesen, um das Überleben der mehr als 40 Angestellten, von denen
viele zudem eine Familie zu ernähren haben, zu gewährleisten!
Von hier aus wünschen
wir allen Betroffenen, dass sich dieser unhaltbare Zustand
schnellstmöglich regelt. Es kann nicht angehen, dass ein paar Gauner auf
Kosten der arbeitenden Bevölkerung einen schnellen Reibach machen und
etliche Familien finanziell ruinieren.
Die Strände von Fuerteventura
sind unter den 100 besten unserer Erde
Die
französische Editorial 'Grand Sud Press' hat in der Neuauflage des
Buches “Die 100 schönsten Strände unserer Erde” neben den weiß-sandigen
Stränden auf den Bahamas, den Seychellen und von Brasilien, auch die
Strände von Fuerteventura in die Liste der besten und schönsten Strände
auf unserem Planeten aufgenommen.
Mit Stolz wurde dies
auch vom hiesigen Tourismusministerium zur Kenntnis genommen, ist man
sich doch bewusst, dass mehr als 80% der Urlauber unsere Insel wegen der
weitläufigen, feinsandigen Strände und des kristallklaren
Atlantikwassers als Urlaubsdomizil ausgesucht haben.
Als zwingendes
Kriterium für die Auswahl des französischen Verlages wurde u.a. zugrunde
gelegt, dass alle Strände öffentlich zugänglich und in Programme für
Umweltschutz-maßnahmen eingeschlossen sind.
Konkurrenz im eigenen
Land macht uns lediglich Menorca, und dort nur der Strand 'Playa de Cala
Turquesa'.
Aus dem Tourismus-
und dem Umweltschutzministerium war zu hören, dass man seit vielen
Jahren um die (bauliche) Unberührtheit der Strände bemüht ist. Die meist
frequentierten Zonen verfügen zudem allesamt über Sanitärinstallationen,
die nach und nach auch auf den Rest der kleineren 'bahías' und 'calas'
ausgeweitet werden sollen.
Das Buch ist in
größeren Buchhandelsgeschäften erhältlich (z. Zt. nur in französisch)
und kostet 25 €. Sie können es auch online bestellen auf der
(französischen) Web-Seite des Verlages: www.grandsudpress.com.
Der Ex-Bürgermeister von La
Oliva kommt wieder in die Schlagzeilen...
...und leider mal wieder nicht positiv. Demnächst verhandelt wird ein
Fall von Vetternwirtschaft, der vor einem guten Jahr schon mal die
Aufmerksamkeit der Bevölkerung geweckt hatte.
In seiner Ära als
Bürgermeister nahm Señor González Arroyo, als Vertreter des
Gemeindekreises La Oliva, einen Gemeinde-Topographen offiziell als
Gemeindebediensteten unter Vertrag, der er aber eben nun mal nicht war.
Allerdings waren jene beiden Protagonisten verwandt!
Beim
Regierungswechsel vergangenes Jahr kam an die Öffentlichkeit, dass jener
Staatsbedienstete wohl ein Studium für Topographie belegte, allerdings
ohne den entsprechenden Titel schon zu besitzen, was heißen soll, er
brach das Studium vorzeitig ab; Daraus resultierend kann er laut
spanischem Gesetz keinen Posten eines öffentlichen Amtes bekleiden und
hat somit illegal für das nördliche Konsistorium gearbeitet.
Missbrauch von
Steuergeldern wird dem Ex-Bürgermeister aus gleichem Grunde vorgeworfen,
weswegen die aktuelle Regierung vor einem Jahr eine Strafanzeige gegen
ihn stellte, die nun von der zuständigen Richterin am Gericht in Puerto
del Rosario bestätigt wurde.
Im gleichen Zug war
zu hören, dass durch Misswirtschaft der vorhergehenden Regierung im
Kreis La Oliva eine Schuldenlast von 33 Millionen € entstanden ist.
Ausstehende Steuerabgaben, so war zu hören, würden sich in Höhe von
230.000 € belaufen und seien, laut der Steuerbehörde, sofort zu
begleichen. “Man habe seitens der Verwaltung bei der Bezahlung an Dritte
nicht die Mindestnormen der Steuerabgaben respektiert”, so war von
Sprechern der Agencia Tributaria (spanische Steuerbehörde) zu hören,
wodurch sich bei Steuerinspektionen ein Negativsaldo von eben jener
Summe für die Jahre 1994-1998 ergab. Die Resultate aus den Folgejahren
sind noch in Arbeit.
Weitere Rechnungen
für noch anhängende Gerichtsverfahren aus verschiedenen Gründen aus den
Vorjahren in Höhe von 150.000 € haben ebenso überrascht, wie die Summe
in Höhe von 13 Millionen €, die als Entschädigungszahlungen für Fehler
aus Vermessungs- und Bodenplanungsarbeiten entstehen könnten.
Die derzeitige
Regierung spricht von “einem finanziell ruinierten Gemeindekreis”, der
den Gürtel jetzt wesentlich enger schnallen muss.
Da wurde mit Steuergeldern nicht nur gekleckert, da wurde geklotzt!
Zurück zur Übersicht
|