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Fuerte Fan Magazin — das deutschsprachige Urlaubsmagazin für Fuerteventura

Fuerteventura Spezial-Report

DER NORDOSTEN
mit Corralejo und der Insel Los Lobos

Fuerte Fan Magazin — das deutschsprachige Urlaubsmagazin für Fuerteventura


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Beim Klick auf "Corralejo" öffnet sich die Straßenkarte!

Der Bezirk La Oliva dehnt sich über das nördliche Drittel der Insel aus mit einer Bodenfläche von etwa 356 Quadratkilometern. Touristischer Anziehpunkt des Bezirks ist Corralejo mit seinem wunderschönen Naturpark, dem „Parque Natural de Corralejo“, der sich südostwärts des Ortes über elf Kilometer erstreckt. 

Corralejo ist die nördlichste Ortschaft Fuerteventuras. Ihr gegenüber, per Boot nur fünfzehn Minuten entfernt, liegt die Insel Lobos, und dahinter, etwa 30 Fährminuten entfernt, die Nachbarinsel Lanzarote. Der rege Pendelverkehr zwischen den Inseln und Corralejo erklärt unter anderem die etwas quirligere Atmosphäre des Ortes, verglichen mit dem Rest Fuerteventuras.

CORRALEJO
vom Schmuggelhafen 
zur Touristenmetropole

Die ersten Bewohner des Weilers Corralejo (”die Stallungen”) kamen mit ziemlicher Sicherheit aus Lanzarote von der Playa Blanca, denn der Schiffsweg war der einfachste Transportweg, den es gab. Diese kurze Entfernung ließ sich mit Booten schnell überwinden, während die Verbindung nach Puerto de Cabras (dem heutigen Puerto del Rosario) oder Gran Tarajal über die Inselpfade eine Tortur war. 

Dieser Ankerplatz diente im 17. Jahrhundert als Schmuggelhafen. Hier wurden alle Geschäfte zwischen Lanzarote und Fuerteventura abgewickelt, für die keine Abgaben gezahlt werden sollten. Die Inselregierung , die damals ihren Sitz noch in La Oliva hatte, sprach in ihren Beschlüssen im Jahre 1609 bezüglich Corralejo von illegalem Ziegenexport, Export von geraubtem Getreide und Strafen für erwischte Täter. 
Im Jahre 1744 musste der Bischof der Kanarischen Inseln, Juan Francisco Guillén, hier zwei Nächte unter freiem Himmel verbringen, bis er nach Lanzarote übergesetzt werden konnte. Es gab damals noch nicht einmal eine Hütte in der Gegend.

Der Statistiker Olive berichtet, dass es im Jahre 1860 immerhin schon 15 Häuser gab, die von 45 Personen bewohnt wurden. Noch 1950 hatte das Dorf Corralejo nur 191 Einwohner.

Die Männer waren entweder Fischer oder Bauern. Die Bauern hatten ihre Felder in Las Calderas, am Fuße der nördlichen Berge in Richtung Majanicho. Weil der Fußweg dorthin ziemlich mühselig war, errichteten sie sich dort ebenfalls primitive Häuser und lebten zeitweilig dort. Heute noch sieht man die Ruinen aus schwarzem Stein, kaum zu unterscheiden von der sie umgebenden Landschaft.

Auf den Feldern wurden Gerste und Mais angebaut, in regenreichen Jahren konnten sogar zwei Ernten eingebracht werden. Auf den runden Dreschplätzen wurde das Korn gedroschen und dann mit Kamelen oder Eseln nach Lajares oder Corralejo in die Mühlen gebracht. Dann gab es noch Kartoffel- und Kürbisanbau. Und die Feigenbäume gibt es heute noch, ordentlich geschützt durch Steinmauern, damit die gefräßigen Ziegen sie nicht zerstören können.

Ziegen waren Hauptfleischlieferant, und die Bauern stellten alle ihren eigenen Ziegenkäse her. Die andere Proteinquelle war natürlich der Fisch, getrocknet oder frisch. Die sonstigen Gegenstände für das tägliche Leben (Kleidung, Geschirr, etc.) wurden von Lanzarote herüber geschifft oder auf Kamelen den langen steinigen Pfad von Puerto de Cabras herbeigeschafft.

Die Fischer fischten mit kleinen Segelbooten zwischen Mascona, der Insel Lobos und 
El Jable. Gelegentlich entfernten sie sich auch mit einem größeren Segelboot, um zu den afrikanischen Küsten zu segeln, wo sie einige Monate lang zwischen Villacisneros und El Aayun fischten. Einige Jahre später wurden dann nur noch Motorboote benutzt. Wenn die Boote den Hafen verließen, blieben in Corralejo nur noch ältere Männer, Frauen und Kinder zurück. Diese versammelten sich alle im kleinen Hafen Corralejos, wenn ihre Ehemänner, Väter und Söhne alle zwei bis drei Monate zurückkamen. Dieses Wiedersehen war selbstverständlich jedes Mal Anlass für eine große Fiesta, bei der einfach zum Klang der Timples (typisch kanarische, der Laute ähnliche Instrumente) bis in den frühen Morgen auf dem Dorfplatz getanzt und gefeiert wurde. 

Eine Schulpflicht für Kinder gab es lange nicht. Von 1920 bis 1925 wohnte auf der Insel Lobos ein Schriftsteller, der Unterricht anbot. Wer also etwas lernen wollte, musste zu ihm übersetzen.

Das war das Corralejo von gestern mit seinen kleinen weißen Häuschen mit blauen Türen und seinen sandigen Straßen. 


Die touristische Entwicklung

Anno 1950 kamen als erste Ausländer Belgier nach Corralejo. Sie kauften den Einheimischen einige Grundstücke ab, und diese waren froh, ihr karges Einkommen etwas aufbessern zu können. Eine Geschichte, es ist wohl wirklich nur eine Geschichte, hört man auch heute noch immer wieder mal im Ort, die besagt, dass die Ausländer mit Scheck bezahlen wollten, die Verkäufer jedoch auf Bargeld bestanden. Daraufhin wollte der Käufer Scheine auf den Tisch legen, aber auch das war ihnen nicht recht. Erst als Säcke mit Münzen vorgelegt wurden, waren die Leute zufrieden.

1957 bekam Corralejo den ersten Lastkraftwagen und das Hotel “Corralejo” am alten Hafen öffnete seine Pforten.

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Der Stadtstrand am alten Hafen
mit dem Hotel "Corralejo” im Hintergrund

1967 wurde von den Belgiern die erste Appartementanlage “Hoplaco“ eröffnet. Inzwischen gab es im Dorf schon einige Bars. 

In der Mitte der siebziger Jahre wurden in den Dünen die zwei großen Hotels 
“Tres Islas” und “Oliva Beach” errichtet. In der gleichen Zeitspanne wurde auch die Straße zwischen Puerto del Rosario und Corralejo gebaut, und das Dorf bekam eine Wasser- und Stromleitung. 

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Das Hotel “Tres Islas” liegt zusammen
mit dem “Oliva Beach” direkt am Dünenstrand

So fing der touristische Boom von Corralejo an. Am Anfang waren die Infrastrukturen natürlich nicht ausreichend. Die Besucher waren jedoch durch die Gastfreundlichkeit der Majoreros jedes Mal auf’s Neue entzückt und kamen wieder.

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Blick über Corralejo auf die Insel Lobos

Seit diesen Jahren hat sich Corralejo enorm entwickelt und ist zur touristischen Hauptstadt des Nordens geworden. Zum Glück wurden beim Bauen von Hotels und Appartementhäusern eher flache als in die Höhe greifende Bauten vorgeschrieben. Die großen Strände und Dünengebiete wurden, nach den ökologischen Sündenfällen “Tres Islas” und “Oliva Beach”, rechtzeitig zum Naturschutzgebiet erklärt, so dass sich die seitdem entstandenen Hotels, Appartement- und Bungalowanlagen um das Dorf herum gruppieren.


Corralejo heute

Heute ist das ehemalige Fischerdorf Corralejo zu einem kleinen Städtchen gewachsen, das sich gen Süden bis zum Anfang des Naturschutzgebiets der Wanderdünen und großen Sandstrände (Playas Grandes de Corralejo) dehnt, und vom Meer praktisch umarmt wird. 

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Zugang zu einem Strandabschnitt 
südlich der Dünenfelder

Das Ortszentrum streckt sich am Meer entlang zwischen dem neuen Hafen im Norden und dem Ende der “Calle Principal", der Hauptgeschäftsstraße am Dorfeingang. 
Um die Hauptstraße herum und im Norden des Dorfes findet man viele kleine, teilweise recht hübsche Nebengassen, in denen der traditionelle Charme des ehemaligen Fischerdorfes noch heute zu spüren ist. 

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Das “Einkaufs- und 
Vergnügungszentrum “Atlantico”
am Ende der Hauptstraße

Insgesamt gibt es in und um Corralejo über fünfzig Hotels und Appartementanlagen, die sich relativ gut in die Landschaft integrieren. Die Hotels befinden sich meist etwas außerhalb des Dorfkerns, Richtung Dünen und in Strandnähe. 

Um sich in Corralejo zu orientieren oder ganz einfach, um von einem Ende zum anderen zu kommen, lohnt es sich, den “Minitren” zu nehmen. Der Minitren ist ein kleiner gelber, gummibereifter Zug, der von morgens bis Mitternacht alle 30 Minuten durch und um Corralejo herumfährt und recht praktisch ist. Die Fahrt kostet pro Person ein Euro. Tickets werden beim Zugführer gelöst. Ist man motorisiert unterwegs, so ist es oft schwierig, im Stadtzentrum einen Parkplatz zu finden. Deshalb empfiehlt es sich, etwas außerhalb zu parken und den Rest des Weges zu Fuß zu gehen, oder eben den Minitren zu nehmen. 


Die zwei Häfen der Stadt

In Corralejo, wie auch in anderen Hafenstädten der Insel, gibt es zwei Häfen. 
Der große oder Neue Hafen, fast ganz im Norden Corralejos, ist Anlegestelle für die großen Personen- und Autofähren, die täglich mehrmals mit Lanzarote verkehren, und für die Boote, die zur Insel Lobos fahren. Außerdem liegen an den vier kleineren Molen noch private Boote und Segeljachten, deren Inhaber teilweise das ganze Jahr darin wohnen. Ein Spaziergang lohnt sich, um das Ambiente dieses doch relativ kleinen, fast familiären Hafens auf sich wirken zu lassen. 

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Eine der im Stundentakt verkehrenden 
Fähren nach Lanzarote

Auf dem Platz neben dem Hafen, wo auch die alljährliche große “Fiesta Nuestra Señora del Carmen” stattfindet, werden Fischerboote gebaut und repariert, und wenn Sie Glück haben, können Sie dabei sein, wenn ein größeres Boot wieder zu Wasser gelassen wird. Vom Ende des Kais hat man einen fantastischen Blick auf die Nachbarinseln.

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Teilansicht des neuen Hafens 
mit einem der Glasbodenboote

Außer dem neueren Hafen gibt es in Corralejo noch die sogenannte “Playa del Muelle Chico”, also auf Deutsch übersetzt, den Strand des kleinen Kais. Diese nur etwa 100 m lange Strandbucht liegt direkt zwischen den Kaimauern des alten Fischerhafens und gilt quasi als Dorfstrand. Viele Einheimische verbringen hier ihre Siesta, die mehrstündige spanische Mittagspause, während sich die Kinder im Wasser tummeln. Umgeben von etlichen Bars und Restaurants und dem ältesten Hotel der Stadt (“Hotel Corralejo”), hat sich diese Ecke zum Zentrum der Fußgängerpromenade entwickelt, die sich am Meer entlang vom Hotel “Bristol Playa” bis fast zu den großen Stränden erstreckt. 

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Blick vom “alten” zum “neuen” Hafen
(im Hintergrund der Vulkan von Los Lobos)

Dass dieser Strand einst mal ein Hafen war, erkennt man heute nur noch an dem kleinen Kai und daran, dass ein paar alte Ruderboote am Rand des Strandes liegen. Der alte Hafen liegt in etwa hinter dem Einkaufszentrum “Atlántico“ am Ende der Hauptstraße. Eine der kleinen alten Gassen, die zum Hafen führen, ist die „Calle del Muelle“, die auch zur „Plaza Chica“ führt, einem kleinen Platz in der Nähe der Taxistation und des altbekannten Grill-Restaurants “El Patio”.


Fiesta Nuestra Señora del Carmen

Trotz aller so genannten modernen Einflüsse, welche die touristische Entwicklung der letzten Jahre auch in diesen Ort getragen hat, werden von den Einwohnern Corralejos einige der Traditionen eines Fischerdorfes beibehalten — und dies aus innerer Überzeugung und nicht zum Gaudi der Urlauber.
Jedes Dorf hat so seine eigene Schutzheilige. Im Fall von Corralejo ist es die Heilige Carmen, die auch als die Schutzpatronin aller spanischen Fischer gilt. Einmal im Jahr gibt es zu ihren Ehren eine große Fiesta, ein riesiges Fest, das zwei Wochen dauert und bei dem wirklich ganze Nächte lang durchgetanzt wird. 

Dieses Jahr 2002 findet die Feier zwischen dem 8. und 21. Juli statt. Während dieser vierzehn Tage werden die Straßen üppig dekoriert. Tagsüber finden sportliche Wettbewerbe statt wie Tennis, Volleyball, Fußball, Tanzen und Segeln (Regata de vela latina). 

Während der zweiwöchigen Feier gibt es auf dem großen Platz neben dem Hafen 
einen Jahrmarkt. Auf der Bühne vor dem Jahrmarktsplatz produzieren sich dann abends verschiedene Musiker, Gruppen, Tänzer und Humoristen. Der Jahrmarkt ist für Groß und Klein ein großer Spaß. Sie sollten unbedingt in einer der vielen Imbiss-Buden “Churros” ausprobieren, eine typisch spanische Spezialität. Als Churros bezeichnet man hier ein langes, zylinderförmiges, in heißem Fett gebräuntes Schmalzgebäck. 
Am 16. Juli findet zu Ehren der Nuestra Señora del Carmen ein religiöser Umzug zu Wasser und zu Lande statt; am 18. Juli dann der nächtliche Umzug mit großem Feuerwerk am kleinen Hafen Corralejos zur Ehren der Schutzpatronin. 

Höhepunkt der Fiesta für die Einheimischen ist die „Gala de la Reina de las Fiestas“. Bei dieser Gala stellen sich die hübschesten Mädchen des Ortes vor. Sie defilieren einmal in Abendkleidung mit einer Choreografie vor dem Publikum, stellen sich danach einzeln vor, und präsentieren sich zum Schluss noch mal im Badeanzug. Danach wählen die Honoratioren der Stadt, auch abhängig vom Applaus des Publikums, die Festkönigin.


Nachtleben

Corralejo ist auf Fuerteventura einer der beliebtesten Orte um auszugehen. Es ist eins der wenigen Tourismuszentren, in denen abends auch außerhalb der Hotelzonen wirklich lebendiges Treiben herrscht. 

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Teilansicht der Hauptstraße

Eine riesige Auswahl an Restaurants macht die Wahl schwer. Es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas. Vom typisch spanischem Restaurant über kleine Fischrestaurants in Strandnähe, bis hin zu italienischen, mexikanischen, indischen, chinesischen und, nicht zuletzt, deutschen Gaststätten findet man alles. Für einen kleinen Imbiss oder auch für den größeren Appetit können Sie in den meisten Bars und Cafés auch verschiedene “Tapas“ (kleine Tellergerichte) ausprobieren, die man in der Regel in Vitrinen an der Theke aussucht. 

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Das Ende der Hauptstraße mit Taxihalteplatz,
Restaurant EL PATIO und Durchgang zum 
alten Hafen

In Corralejo, wie in ganz Spanien, wird immer relativ spät gegessen. Dadurch fängt die Stimmung in den Bars und in den Discos auch immer später an als in Mitteleuropa. Viele Bars befinden sich auf der Hauptstrasse und in den verschiedenen Einkaufszentren. Oft sind die Bars nicht vollständig geschlossen, wodurch immer genügend frische Luft gewährleistet ist, selbst wenn es warm ist. 

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Beliebte Treffs...
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...der Nachtschwärmer

Einige wie die Bar “Kiwi” oder “Arena” zeigen auf einer Leinwand oder auf großen Fernsehmonitoren Surf- und Windsurf-Videos. Sie sollten auf jeden Fall, wenn Sie ein typisch spanisches Ambiente genießen wollen, in der Bar “Barrumba” einen der leckeren Cocktails probieren und dabei spanische und südamerikanische Musik genießen. 

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Hier geht nachts “die Post ab”!

Noch später abends, ab ein oder zwei Uhr, können Sie sich dann allmählich in Richtung Disco begeben. Die Stimmung fängt immer relativ spät an, es lohnt sich jedoch auf jeden Fall, wenn Sie nach einem langen Strandtag noch die nötige Power aufbringen. Die zwei bekanntesten Diskotheken befinden sich auf der Hauptstraße und sind jeden Abend auf. Im “Waikiki” wird open air internationale Musik gespielt, während im “Bounty” eher spanische und südamerikanische Musik bevorzugt wird.


Etwas Kultur...

Sehenswertes bietet zum Beispiel die Kunstgalerie “Numero 2” in der Calle Anzuela, direkt neben der Hauptstrasse. Sie können sich dort Skulpturen und Gemälde lokaler und internationaler Künstler anschauen. Die Galerie ist morgens zwischen 10 und 14 Uhr und abends zwischen 18 und 22 Uhr geöffnet. Mit das beste Kunst- und Kunsthandwerksortiment bietet die Galerie “La Fuentita” am Ende der Hauptstraße, 
kurz vor der kleinen Plaza (Nähe Hotel “Corralejo”).

Interessant und sehr schön sind in Fuerteventura auch die vielen Windmühlen, die teils sehr gut restauriert worden sind. Sie sind die stillen Zeugen der Geschichte Fuerteventuras. Auch in Corralejo gibt es zwei Windmühlen, die zur Zeit restauriert werden. Eine ist neben dem größten Supermarkt der Stadt “Hiper Dino” und die andere gegenüber der Post. Wenn Sie in der Gegend sind, schauen Sie mal nach, ob Sie diese kleinen sehr alten Mühlen erblicken. Zur Zeit können Sie sie noch im Originalzustand sehen.


Die Stadtstrände

Die Playas liegen nicht nur außerhalb von Corralejo. Auch im Zentrum gibt es einige kleine und größere attraktive Strände. Von Norden bis Süden liegen die “Playa del Muelle Chico”, die “Playa la Clavellina”, die “Playa Corralejo viejo”, und noch etwas weiter die “Playita y Playa de Bajo el Medio”. 

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Rechts und links sieht man 
zwei der Stadtstrände

Diese Strände sind einfach zu finden, wenn Sie der Strandpromenade folgen. Der Spaziergang ist auch sehr reizvoll, weil in Küstennähe die ältesten Häuschen Corralejos zu sehen sind. Diese sind in vielen Fällen in Cafés oder Restaurants umgewandelt worden.

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Die Küstenpromenade wird gesäumt
von etlichen Bars und Restaurants


Das Naturschutzgebiet

Die Dünen und großen Strände südlich von Corralejo sind 1982 zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Die Dünen beherbergen eine große Anzahl geschützter und gefährdeter einheimischer Tier- und Vogelarten. Sie sollten dieser sensiblen Fauna und Flora unbedingt mit Respekt begegnen.

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Hier beginnt das Naturschutzgebiet

Um vom Dorfzentrum zu den Dünen zu kommen, fahren Sie entweder mit dem Auto Richtung Puerto del Rosario, oder Sie nehmen die Buslinie 6 (Siehe Busfahrplan) Richtung Puerto del Rosario. Der Bus hält vor den RIU-Hotels an, direkt am Strand. 

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In den großen Wanderdünen 
fühlt man sich wie mitten in der Wüste

Die Wanderdünen dehnen sich über mehrere Kilometer aus, und Sie können, wenn Sie im Auto hinfahren, das Auto am Straßenrand parken und von dort aus zu Fuß gehen. Sie sollten nur aufpassen, dass Sie nicht im Sand parken, da der Wagen dann nach einigen Stunden im Sand stecken bleiben kann, wenn der Wind kräftig geblasen hat. 

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Teilansicht der großen Dünenstrände

Der erste Strand neben den RIU Hotels “Tres Islas” und “Oliva Beach” nennt sich 
“Flag Beach”. Dieser weiße Sandstrand ist an einigen Stellen mehrere hundert Meter breit und wird von den wunderschönen Dünen durchkreuzt. Er wird jeden Abend sorgfältig gereinigt. Diese Playa wurde von der Europäischen Union mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. 

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Strandwacht an den Dünenstränden

Es ist der einzige Strand im Norden der Insel, der eine Strandwacht hat, und ist daher für Groß und Klein geeignet. Die Wellenstärke wird jeden Tag durch die grüne Flagge (ruhiges Meer), die gelbe Flagge (Vorsicht, hohe Wellen!) und die rote Fahne (Baden verboten!) gekennzeichnet. Das Wasser ist türkisblau und kristallklar. Vorsicht ist grundsätzlich geboten, da der Atlantik immer gefährlich sein kann. 

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Zugang zu einem Strandabschnitt 
südlich der Dünenfelder

Wenn Sie es gern etwas ruhiger und intimer hätten, oder auch bei starkem Wind, können Sie noch etwas weiter südlich fahren, um von dort zu einer der vielen weiteren Badebuchten zu gelangen. Hier sieht man oft sogenannte kleine “Bunker“, die Urlauber aus schwarzen Lavasteinen gebaut haben, um sich vor dem Nordost-Passat zu schützen. Die Dünenstrände sind übrigens auch bei FKK-Anhängern 
besonders beliebt. 


Wassersport

Einer der Gründe, weshalb Corralejo zum zweitbeliebtesten Urlaubsgebiet Fuerteventuras aufstieg, ist das umfangreiche und attraktive Wassersportangebot. Dadurch, dass die Gewässer zwischen Corralejo und der Insel Lobos nur maximal 30 m tief sind und durch die Tatsache, dass sich in diesem Gebiet durch submarine Lavaströme spektakuläre Unterwasserlandschaften gebildet haben, besitzt die Meerenge mit dem Namen “El Río” einen inter-national ausgezeichneten Ruf als hervorragendes Tauchrevier. nicht sehr tief sind und durch die große Vielfalt der Unterwasser-Flora und -Fauna ist das Tauchen in den Gewässern in der Nähe von Corralejo und Lobos sehr interessant. Insgesamt gibt es inzwischen sechs verschiedene Tauchschulen am Ort, die alle eine Vielfalt an Kursen, Tauchgängen und Ausflügen anbieten. 

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Seit 1979 ein Begriff für Tauchsportler:
Dive Center Corralejo

Während einiger Monate im Jahr werden diverse Strände zu echten “Heiligen Stätten” für Windsurfer, Kiter und Surfer. Fuerteventura und besonders Corralejo ist für sein Surferambiente weltweit bekannt. Nicht nur aus ganz Europa kommen jedes Jahr Tausende Surfcracks, die hier die spektakulärsten Wellen Europas suchen und finden. Wenn Sie der Straße von Puerto del Rosario nach Corralejo folgen und den Naturschutzpark der Dünen durchqueren, können Sie die Surfer und Windsurfer auf dem Wasser beobachten.


Wandern und Radfahren

In der Umgebung von Corralejo (unter anderen in Villaverde, Lajares und La Oliva) und quer durch die Dünen gibt es auch fantastische Wanderwege, die sie über die Hügel und Berge zu einmaligen Aussichtspunkten führen. Besonders reizvoll ist es, zum Naturschutzpark zu fahren, das Auto am Beginn des Schutzgebiets zu parken, sich zu Fuß von der Straße und dem Meer zu entfernen und den majestätischen Dünen wandernd zu folgen. Von den Dünenkämmen aus hat man oft eine wunderschöne Aussicht über die umliegende Landschaft. Obwohl die Dünen aus feinstem Sand bestehen, ist der Sand fest und kein Hindernis zum Wandern. 

Bei diesem Ausflug hat man das Gefühl, mitten in einer Wüste zu sein. Von Vorteil ist, dass man nie unter der Hitze leidet, da vom Meer ständig eine kühle Brise herüber weht. Sie sollten aber gerade deshalb, wie bei jeder Wanderung, daran denken, eine Kopfbedeckung, angebrachte Kleidung, viel Wasser und Sonnenschutzcreme mitzunehmen. Denken Sie aber auch immer daran, dass Sie durch ein Naturreservat wandern. Meiden Sie besonders die Dünentäler, in denen sich die sensible Flora und Fauna konzentriert!

Es lohnt sich auch, einen Tag oder länger in Corralejo ein Fahrrad zu mieten. Bei “Vulcano Biking” zum Beispiel bekommen Sie sehr gute Mountain Bikes, die immer sorgfältig gewartet werden, zu wettbewerbsfähigen Preisen. 

LOS LOBOS
die ehemalige “Seehundinsel”


Die Insel Lobos ist mit ihren nur 468 Hektar Land ein kleines Paradies. Sie ist wie die Dünen Corralejos auch Naturschutzgebiet und wird nur von ein paar Personen bewohnt. Die Fauna und Flora, sowie die Gewässer von Lobos sind äußerst gut erhalten, und wenn Sie einige Tage in Corralejo oder im Norden der Insel verbringen, unbedingt den Abstecher wert. 

Den Namen “Los Lobos” erhielt die Insel, weil sie bei Ankunft der spanischen Eroberer von vielen Seehunden bevölkert wurde. Heute gibt es keine Seehunde mehr auf Lobos, dafür aber etwa 130 verschiedene geschützte Tier- und Pflanzenarten.

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Blick von der Lavaküste auf Los Lobos

Lobos ist per Boot innerhalb von 10 bis 15 Minuten erreichbar. Im Hafen von Corralejo bieten mehrere Gesellschaften wie “El Majorero” oder “Celia Cruz” Bootsausflüge nach Lobos an. Die Fahrpläne variieren je nach Schifffahrtsgesellschaft. Der Preis pro Überfahrt liegt zwischen 5 und 10 Euro (Sondertarife für Kinder). Die Boote fahren meistens zwischen halb zehn und mittags vom Hafen ab, und Sie können entweder einen halben Tag (Rückfahrt gegen 14 Uhr) oder den ganzen Tag (Rückfahrt zwischen 16 und 18 Uhr) auf der Insel verbringen. Es lohnt sich, tags zuvor oder am selben Tag etwas im voraus am Hafen vorbeizugehen und bei den kleinen Ständen der verschiedenen Gesellschaften nachzufragen. 

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Auf der Fähre nach Los Lobos

Einige Veranstalter bieten ein Glasbodenboot an, von dem aus Sie bequem das Unterwasserleben der Meerenge beobachten können. 

Eine etwas flottere Inselrundfahrt können Sie auch mit dem Katamaran “F40” machen. 

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Der kleine Hafen von Los Lobos

Die Boote halten immer in Nähe des kleinen Hafens an, im Nordosten von Lobos. 
Vom Anlegeplatz aus folgen Sie dem kleinen Weg. Ein paar Meter weiter wird Ihnen dann mit Pfeilen angegeben, wo Sie langgehen können. Wenn Sie dem Weg nach links folgen (Richtung Westen) kommen Sie zu einem wunderschönen Strand mit feinem weißen Sand und einer kleinen, verträumten Badebucht. Der Weg nach rechts führt Sie zum kleinen Fischerweiler von Lobos. In beiden Richtungen kommen Sie zum Leuchtturm.

Für die Unternehmungslustigeren unter ihnen, möchten wir eine kleine Wandertour vorschlagen. Sie sollten in diesem Fall ein Picknick mit reichlich Wasser mitnehmen, Sport- oder Wanderschuhe anziehen und eine Kopfbedeckung nicht vergessen. Badekleidung sollten Sie selbstverständlich auch dabei haben, denn auf der Wandertour werden wir an einigen hübschen Stränden vorbeikommen. Bei dieser Wanderung können Sie die wunderschönen Landschaften, die Ruhe der Insel, das Rauschen des Meeres und das Geschrei der Möwen hautnah erleben! Und das alles innerhalb 
3 oder 4 Stunden. 

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Die paradiesische Badebucht auf Los Lobos

Nach Ankunft des Boots am Anlegeplatz folgen Sie dem Weg nach links. Nach einigen Metern schon werden Sie an der vorhin erwähnten Badebucht ankommen, wo sie schon eine kleine Pause machen können. Folgen Sie anschließend weiterhin dem Weg. Nach etwa einer halben Stunde werden Sie in die Nähe des höchsten Berges von Lobos kommen, der immerhin 127 Meter misst. Wenn Sie den Mut haben, folgen Sie dem Weg, der den Berg hochführt. Von oben haben Sie eine fantastische Sicht über die Insel und auf Fuerteventura. 

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Der Wanderweg führt bis 
auf den Gipfel des Vulkans

Andernfalls führt Sie der Weg einfach weiter an einigen Buchten vorbei, und nach einer Stunde etwa kommen sie am Leuchtturm, dem nördlichsten Punkt von Lobos an. 
Der Leuchtturm „Faro de Martiño“ wurde schon 1865 in Betrieb gesetzt. Der letzte Leuchtturmwärter, der im Leuchtturm wohnte, bevor dieser gänzlich automatisiert wurde, war der auf der Insel sehr bekannte und kürzlich verstorbene “Antoñito, El Farero”. 

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Der Leuchtturm

Im Leuchtturm wurde auch die in der spanischen Literaturszene bekannte Schriftstellerin Josefina Plá geboren, die aber schon früh auf’s spanische Festland und später nach Paraguay wechselte, wo sie dann später auch berühmt wurde. Die Tagebücher der Leuchtturmwärter von Lobos und El Cotillo sind ein wichtiges Zeugnis des Lebens der Seeleute im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert.

Auch vom Leuchtturm aus lohnt sich die Aussicht. Nehmen Sie danach wieder den kleinen Weg , der Sie jetzt zurück zum Anlegeplatz und Hafen von Lobos geleiten wird. Der Pfad führt an einem kleinen, wunderschönen Strand aus feinstem grauen, vulkanischen Sand und etwas weiter an einem Kakteenfeld vorbei. 
Kurz darauf winkt schließlich das Ende der Wanderung mit der Ankunft im winzigen Fischerdorf. Das Dörfchen und sein Hafen sind wirklich sehr malerisch, und die winzigen Häuschen sind recht urig aus schwarzen Lavasteinen gebaut. Einige dieser Häuschen wurden schon am Anfang des letzten Jahrhunderts konstruiert und sind seitdem mehrfach restauriert worden. 

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Auf der Fähre zurück nach Corralejo

Wenn Sie sich etwas ausruhen möchten, gibt es in diesem Weiler zwei kleine Restaurants, wo Sie etwas trinken und/oder fangfrischen Fisch kosten können. In der hellblauen Lagune können Sie selbstverständlich vor der Rückfahrt nach Corralejo noch mal ein erfrischendes Bad nehmen. 

Der Wanderweg führt rund um die Insel. Sie können daher der vorgeschlagenen Strecke selbstverständlich auch andersherum folgen oder je nach Lust und Laune nur einen Teil der Wanderung machen.

Zurückgekehrt in die quirlige Betriebsamkeit Corralejos beschleicht einen leise Wehmut bei der Erinnerung an diesen kleinen “Ausflug ins Paradies”.

 

 

 

Bisherige Fuerteventura Spezial-Reports
Gran Tarajal
...die Stadt ohne Tourismus
El Cotillo, Lajares, El Roque
...der alternative Nordwesten
Corralejo
...und die Insel "Los Lobos"
La Oliva
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Der Süden Jandías
mit Morro Jable, Jandía Playa, etc.
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und Umgebung — von Matas Blancas bis
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...und die umliegenden Ortschaften
Agua de Bueyes, Triquivijate, Costa Caleta,
Costa Antigua, Salinas del Carmen, etc.
 


 


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